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Anlage2

                                    
                                        Amt für Schule und Weiterbildung

Praktische Hilfen zur Unterstützung
zugewanderter Schüler/-innen

Ankommen
Mitkommen
Weiterkommen
Schuljahr 2020 / 2021

Untere staatliche
Schulaufsichtsbehörde
für Grund-, Haupt- und Förderschulen

Impressum
Herausgeberin: Stadt Münster, Amt für Schule und Weiterbildung
Redaktion: Christiane Bröcker
Gestaltung: HEIDER DESIGN, Dingbängerweg 68, 48163 Münster, www.heiderdesign.de
Druck: Druckerei Burlage, 5. Auflage August 2020, 1.000
Fotonachweise: S. 11 – Pexels
S. 14 – Mockup Heider Design
S. 18 – Pexels
S. 22 – Shutterstock / Yakov Filimonov
S. 25 – Shutterstock / Monkey Business Images
S. 29 – Privat / Janine Vogel
S. 31 – Shutterstock / Rawpixel.com
S. 32 – Shutterstock / Oda Images
S. 34 – Shutterstock / Jacob Lund
S. 37 – Shutterstock / Jacob Lund
S. 49 – Shutterstock / Finkes
S. 51 – Privat / Lisa Nikelowski
S. 52 – Shutterstock / Rawpixel.com
S. 57 – Shutterstock / Monkey Business Images
S. 61 – Pexels
S. 62 – Pexels
S. 67 – Wikipedia / Florian Adler
S. 69 – Privat / Michal Zak
S. 74 – Shutterstock / PureSolution

VORWORT
Sehr geehrte Schulleitungen und Lehrkräfte, Schulsekretärinnen,
Schulsozialarbeiter/-innen und Erzieher/-innen an Schulen,
wir freuen uns, dass die Handreichung „Ankommen – Mitkommen – Weiterkommen“ in diesem Jahr
überarbeitet und neu konzeptioniert erscheint.
Die Neuauflage ist ein gemeinsames Produkt von Stadt und Land, die in gemeinsamer Verantwortung
die Schulen bei ihrer Arbeit mit zugewanderten Kindern und Jugendlichen unterstützen.
Als Teil des „Maßnahmenprogramms 2019–2022“ im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Münster
2030 ist „Ankommen – Mitkommen – Weiterkommen“ dem strategischen Entwicklungsziel „Die Menschen in Münster entwickeln ihr jeweiliges Bildungspotenzial ungehindert ihrer Herkunft und ihres
sozialen Hintergrunds im ganzheitlichen Sinne bestmöglich“ verpflichtet.
Als Bildungsort für alle Kinder fällt den Schulen im Kontext von Integration und Entfaltung von Bildungspotenzialen eine Schlüsselrolle zu: Auch zukünftig müssen sich Kinder und Jugendliche, die unter unterschiedlichsten Voraussetzungen und Bedingungen nach Deutschland gekommen sind bzw.
kommen, in einem für sie und ihre Eltern möglicherweise neuen und gänzlich unbekannten Schulsystem zurechtfinden, und das häufig ohne Deutschkenntnisse. Sie haben ihre bisherige Schullaufbahn
verlassen und steigen in Deutschland oftmals mitten im Schuljahr ein. Andere Kinder, die erst seit
wenigen Jahren in Deutschland leben, benötigen weiterhin individuell zugeschnittene sprachliche
und/oder fachliche Hilfen, um die bislang gewonnenen schulischen Kenntnisse abzusichern und
weiter auszubauen.
Ein gut abgestimmtes Netz von Akteur/-innen im Erziehungs- und Bildungsbereich sowie pädagogische Programme und Angebote inner- und außerhalb des Lernorts Schule tragen dazu bei, dass die
schulische und gesellschaftliche Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen gelingt
und sie ihre Potenziale entfalten können. Schulen erfüllen in diesem Zusammenhang auch eine
wichtige Lotsenfunktion, indem sie auf Unterstützungsprogramme aufmerksam machen, Kontakte
vermitteln und zur Wahrnehmung von Angeboten motivieren.
In der vorliegenden Handreichung liegt der Schwerpunkt auf einer Darstellung von Angeboten, Projekten, Fortbildungsmöglichkeiten und Unterstützungsprogrammen aus dem Verantwortungsbereich
von Stadt und Land.
Im laufenden Jahr 2020 hat die Corona-Pandemie dazu geführt, dass zum Schutz der Bevölkerung
stadtweit viele Vorhaben und Veranstaltungen abgesagt werden mussten.
Viele Anbieter/-innen haben ihre Angebote, Programme oder Projekte an die besonderen Voraussetzungen angepasst und, soweit möglich, um digitale Formate erweitert.
Scheuen Sie sich nicht, im Zweifelsfall nachzufragen, unter welchen Bedingungen und in welchen
Formaten die jeweiligen Angebote stattfinden.
Wir freuen uns über Ihr Interesse an der vorliegenden Broschüre.
Unser herzlicher Dank geht an alle, die sich in und außerhalb von Schule für die Integration zugewanderter Kinder und Jugendlicher engagieren.

Klaus Ehling		
Leiter des Amtes für Schule und
Weiterbildung der Stadt Münster

Andrea Kramer
Schulamtsdirektorin im
Schulamt für die Stadt Münster
Generale Integration

INHALT
Integration durch Bildung
» Gestaltung von Integration in Münster
» Schulische Integration
» Wer ist schulpflichtig?
» Potenzialorientierte Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen
» Steuerung der potenzialorientierten Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher
durch die Bildungsberatung im Amt für Schule und Weiterbildung
» Referenzschulen (Stand: 01.08.2020)
» Soziale Arbeit an Schulen im Kontext von Zuwanderung und Integration
» Grafik: Zugewandert und schulpflichtig

Infoseite

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Gesellschaftliche Teilhabe und finanzielle (Erst-)Ausstattung

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Mitmachkinder - Förder- und Patenprogramm

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Übersetzen und verstehen

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» Dolmetscher/-innen
» Sprach- und Kulturmittlerinnen für Schulen – ein Angebot zur interkulturellen Elternarbeit
» Mehrsprachige Unterstützung durch Ehrenamtliche
» Ehrenamtliche Übersetzer/-innen zur Begleitung von Eltern

Begleiten und unterstützen
» Projekt Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
» Sozialpädagogische Unterstützung durch Fallscouts
» Kultur-Übersetzer/-innen an Münsters Schulen
» Projekt angekommen in deiner Stadt Münster

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Integrationsstellen

» Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) und Kurzinformation
zur MünsterlandKarte
» Lernförderung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT)
» Münster-Pass
» Erstattung von Kosten für Schulbücher
» Fahrkostenerstattung für Schüler/-innen – goCardAbo

Infoseite

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Sprachkompetenz als Schlüssel zum Erfolg – Sprachförderung
» Herkunftssprachlicher Unterricht im Schulamtsbereich Münster
» Sprachfeststellungsprüfung anstelle von Pflichtfremdsprachen oder
Wahlpflichtfremdsprachen für Schüler/-innen, die nicht in das
Fremdsprachenangebot der Schule eingegliedert werden konnten
» Mitreden auch auf Deutsch – Club D
» Programm Rucksack Schule für Kinder im Grundschulalter
» Mulingula – Multilinguale Leseaktivitäten an Grundschulen
» Mulingula-Lesegeschichten: Mehrsprachige Kinderbücher und Lernangebote
in der Zielsprache Deutsch auf der Webseite mulingula-praxis
» DaZ-Förderprojekt Sprachförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche
» JEKISS-DaZ: Singend Sprache lernen
» Deutschsommer für Grundschulkinder – Ferien, die schlau machen
» Ferienangebot MitSprache – Sprach-Intensivkurse in Deutsch und Englisch
» Sprachbildungsnetzwerke Grundschule/OGS und Sek I/II

Schwimmen

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» Ferienschwimmkurse für (geflüchtete) Kinder

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Schwimmfibel in mehreren Sprachen
Teilnahme von muslimischen Schülerinnen am Schwimmunterricht

Seite 56

Infoseite

Teilnahme an Ausflügen und Klassenfahrten

Seite 58

Infoseite

Religiöse Feiertage

Seite 60

Musisch-kulturelle und politisch-historische Bildung

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Infoseite

» Integrative Bandprojekte
» Trommeln mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen
» Münsters Vergangenheit erkunden: Workshops zur Stadtgeschichte
» Gemeinsam Geschichte entdecken: Ein spannender Rundgang durch das
Stadtmuseum Münster mit anschließendem Kreativprogramm
» Unterwegs im Demokratiedschungel

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Infoseite

Prävention und Intervention bei Antisemitismus, Rassismus, Extremismus

Seite 70

Infoseite

Stadtbücherei interkulturell

Seite 72

Infoseite

Psychologische Unterstützung

Seite 74

Infoseite

Fortbildungen – Qualifizierungen – Schulungen

Seite 76

Infoseite

Wenn Schüler/-innen plötzlich fehlen

Seite 78

Raum für eigene Notizen

Seite 79

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  INTEGRATION
DURCH
BILDUNG

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Gestaltung von Integration in Münster
Fragen der Gestaltung von Zuwanderung und Integration bilden eines der zentralen Themen der
Gegenwart – und das nicht nur auf der Ebene von Bund und Ländern, sondern auch und gerade
auf der Ebene von Kommunen, denn in Städten und Gemeinden werden Aufgaben der Solidarität,
der Gemeinschaft und der Integration – kurz: des vertrauensvollen und sozialverträglichen Zusammenlebens konkret.
In Münster kümmern sich eine Reihe von kommunalen Ämtern und Einrichtungen sowie zahlreiche weitere Akteure der Stadtgesellschaft engagiert um die Integration zugewanderter Menschen.
Wichtige Ansprechpartner/-innen rund um alle Fragen der Migration und Integration sind vor
allem der Integrationsrat der Stadt Münster, die Migrant/-innen-Selbstorganisationen und das
Kommunale Integrationszentrum, das sich in Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat unter
anderem für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Leitbilds „Migration und Integration
Münster“ engagiert.
Eine Datenbank mit Informationen zu Migrant/-innen-Selbstorganisationen finden Sie auf der
Homepage der Stadt Münster unter:
www.stadt-muenster.de/zuwanderung/migrantenselbstorganisationen/mso-datenbank.html
Die Startseite des Kommunalen Integrationszentrums Münster, die mit vielen Akteuren der
Stadtgesellschaft verlinkt ist, ist aufrufbar unter:
www.stadt-muenster.de/zuwanderung/startseite.html
Zum Integrationsrat der Stadt Münster führt Sie der folgende Link:
www.integrationsrat-muenster.de/
Im Rahmen der „Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat sich das Amt für Schule
und Weiterbildung auf den Weg gemacht, einen Überblick über die stadtweit tätigen Institutionen
und Initiativen und ihre vielseitigen Bildungsangebote für neu Zugewanderte zu schaffen. In Münster werden neben den klassischen Sprachförderangeboten auch sportliche Aktivitäten und die
Integration in die Vereinslandschaft als wichtige Grundbausteine für ein erfolgreiches Ankommen
in der neuen Gesellschaft in den Blick genommen.
Welche Bildungs-, Beratungs- und Sportangebote es für (neu) Zugewanderte in Münster gibt, kann
der interaktiven Stadtkarte entnommen werden. Hier können Berater/-innen sowie Zugewanderte mit einem fortgeschrittenen Sprachniveau (B2) gezielt nach Angeboten in ihrer Nähe suchen,
erhalten weiterführende Informationen und Kontakt zu den Anbieter/-innen.
Die interaktive Stadtkarte kann aufgerufen werden unter:
geo.stadt-muenster.de/Sprache_Sport_Beratung_Zugewanderte/
Ausdrücklich hervorzuheben ist auch das große Engagement vieler weiterer Akteure in der Stadt
Münster, ohne die eine erfolgreiche Integrationsarbeit undenkbar wäre: Freie Träger der Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger, Wirtschaftsverbände, Fachhochschulen und Hochschulen, Hilfsorganisationen, ehrenamtliche Helfer/-innen sowie zahlreiche Vereine und Initiativen meistern
integrative Aufgaben tatkräftig und vorbildlich und leisten auch in den Stadtteilen schnell und
zuverlässig Unterstützung.
Die Bereitschaft der Stadtgesellschaft, Zuwandernde zu unterstützen, ist groß. - Wichtige Informationen und weiterführende Links zu Themen wie „Ehrenamt“, „Spenden“, „Sprachkurse“ und
„Initiativen“ finden Sie im Netz unter:
www.muenster.de/fuer_fluechtlinge.html

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Schulische Integration
Neben der Kita kommt insbesondere der Schule eine besondere integrative Aufgabe zu: Kinder
und Jugendliche verbringen hier oft ein Drittel ihres Tages, um zu lernen und sich zu entwickeln,
soziale Kompetenzen aufzubauen, Identitätsarbeit zu leisten und natürlich auch, um Freundschaften zu schließen und zu pflegen.
Für Kinder, die (neu) zugewandert sind, stellt der „Kosmos Schule“ eine besondere Herausforderung dar: Sie mussten ihre bisherige Schullaufbahn verlassen, steigen - häufig noch ohne
Deutschkenntnisse - oftmals mitten im Schuljahr ein und müssen sich in ein neues Schulsystem
eingewöhnen. Manche dieser Schüler/-innen haben eine lange und beschwerliche Zeit der Flucht
hinter sich. Andere sind aufgrund der beruflichen Situation ihrer Eltern in Deutschland. Für ihren
Integrationsprozess fällt Schulen eine Schlüsselrolle zu: Ihre Arbeit trägt maßgeblich dazu bei,
dass zugewanderte Kinder und Jugendliche in unserem Bildungssystem ankommen, mitkommen
und weiterkommen.

Wer ist schulpflichtig?
Wie alle Kinder und Jugendlichen in NRW unterliegen auch neu zugewanderte Kinder und minderjährige Jugendliche der Schulpflicht. Die allgemeine Schulpflicht beginnt für sie jedoch erst, sobald
sie einer Gemeinde zugewiesen sind.
Bis zu ihrer Ausreise sind auch ausreisepflichtige Kinder schulpflichtig.
Beginnen Jugendliche eine Berufsausbildung und haben das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet,
sind sie bis zur Beendigung der Ausbildung schulpflichtig. Wer schon 21 Jahre alt ist und ein Ausbildungsverhältnis eingegangen ist, ist berechtigt das Berufskolleg besuchen.
Die Bezirksregierung Münster hat eine mehrsprachige Broschüre sowie einzelne Merkblätter über
die wichtigsten Regeln zur Schulpflicht veröffentlicht.
Die Broschüre und die Merkblätter liegen in acht verschiedenen Sprachen (Arabisch, Bulgarisch,
Deutsch, Englisch, Französisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch) vor und können von der Homepage
der Bezirksregierung heruntergeladen werden.
www.bezreg-muenster.de/de/schule_und_bildung/schulrecht_schulorganisation_abschluesse_
sprachen/schulpflicht/index.html

Potenzialorientierte Beschulung
von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen
Mit dem Ansatz der potenzialorientierten Beschulung vertritt Münster in Zusammenarbeit zwischen Kommune und staatlicher Schulaufsicht seit dem Schuljahr 2015 ein neues, modernes
Konzept, welches die Integration von neu zugewanderten Kindern in das Schulsystem nachhaltig
unterstützt.
Zentrales Ziel der Konzeption ist es, alle sogenannten Seiteneinsteiger/-innen grundsätzlich und
direkt in Regelklassen aller Schulformen aufzunehmen und eine flankierende sprachliche Förderung in allen aufnehmenden Schulen zu gewährleisten.
Mit der potenzialorientierten Beschulung verbindet sich das Ziel, zugewanderte Kinder und
Jugendliche gemäß ihrer Bildungsvoraussetzungen und -erwartungen in das Regelschulsystem einzuschulen. Auf diese Weise werden Bildungspotenziale anerkannt, den Fähigkeiten und Potenzialen entsprechende Schullaufbahnen ermöglicht und erfolgreiche Bildungsbiografien angestoßen.
Den zugewanderten Schüler/-innen eröffnet sich somit die Chance, ihre Schullaufbahn in Deutschland von Beginn an gemäß ihren Voraussetzungen, Fähigkeiten und Neigungen fortzusetzen.
Die potenzialorientierte Beschulung steht im Einklang mit den Vorgaben und Leitideen des „Rahmenkonzeptes zur schulischen Integration von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern“
der Bezirksregierung Münster, das den Rahmen und die Verfahren schulaufsichtlichen und schulischen Handelns beschreibt.
Das Rahmenkonzept steht auf der Homepage der Bezirksregierung Münster zum Download bereit:
www.bezreg-muenster.de/de/fluechtlinge/schulische_integration/index.html

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Steuerung der potenzialorientierten Beschulung neu
zugewanderter Kinder und Jugendlicher durch die Bildungsberatung
im Amt für Schule und Weiterbildung
Mit der seit 2015 in Münster wirksamen Konzeption der potenzialorientierten Beschulung von neu
zugewanderten Kindern und Jugendlichen ist die Bildungsberatung zur zentralen Ansprechpartnerin für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche und ihre Familien geworden.
Das Kerngeschäft der Bildungsberatung besteht darin, Orientierungshilfe rund um alle Schul- und
Bildungsfragen zu leisten und Menschen auf ihren vielfältigen Bildungswegen bei der Entwicklung
individueller Perspektiven zu unterstützen. Für neu Zugewanderte ist sie die erste Anlaufstelle für
die Schulwahl und berät umfassend zu den Bildungsmöglichkeiten, indem sie
ȟber das Schulsystem informiert,
»feststellt, welchen Lernstand und welche Sprachkenntnisse das Kind hat,
»eine prognostische Einschätzung des möglichen Bildungsgangs ausspricht,
»bei Bedarf eine Zweitberatung durch Lehrkräfte organisiert und vermittelt,
»bei der Anmeldung an einer Schule, die neu zugewanderte Kinder und Jugendliche individuell
fördert, unterstützt,
»begleitend zur Schullaufbahn berät,
»mit den Schulen kooperiert,
»beim Verfahren rund um die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen hilft.
Bei Bedarf ist die Bildungsberatung zusätzlich mobil unterwegs, z.B. in Schulen, Familienzentren,
Jugendeinrichtungen, Pfarrgemeinden, Flüchtlingsunterkünften.
Die Beratung erfolgt vertraulich, kostenfrei und in mehreren Sprachen – persönlich, telefonisch
und per E-Mail.
Die Steuerung der Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher erfolgt im Auftrag und
in enger Kooperation mit der Schulaufsicht.
Damit die Lehrkräfte, Erzieher/-innen und Sozialarbeiter/-innen die Schüler/-innen von Anfang an
gut unterstützen können, hat die Bildungsberatung einen standardisierten Erhebungsbogen entwickelt (Erfassung der Personaldaten sowie der Daten zur Schullaufbahn, Erhebung von Sprachkenntnissen, besonderen Interessen und Begabungen etc.), der den Schulen zugeleitet wird.
Zu den Serviceangeboten gehört außerdem der Flyer „Wir begleiten Bildung“, der in mehreren
Sprachen (Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Russisch) über die Dienstleistungen der
Bildungsberatung informiert. Der Flyer ist in der Bildungsberatung, Hafenstraße 32, und in weiteren Auslagen der Stadt erhältlich und steht außerdem auf der Homepage zum Download bereit:
www.stadt-muenster.de/schulamt/bildungsberatung/wir-begleiten-bildung.html
Darüber hinaus macht die Bildungsberatung Schulen durch mehrsprachige Postkarten und ein
mehrsprachiges Plakat auf ihr Beratungsangebot aufmerksam.
Einen Termin bei der Bildungsberatung sowie weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0251/ 492-2828. Selbstverständlich ist eine Kontaktaufnahme auch per E-Mail möglich: bildungsberatung@stadt-muenster.de

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Referenzschulen (Stand: 01.08.2020)
Referenzschulen sind Schulen, die in besonderer Weise für die sprachliche und fachliche
Förderung der zugewanderten Kinder und Jugendlichen ausgestattet sind.
Zugewanderte schulpflichtige Kinder im Grundschulalter werden in der Regel wohnortnah in eine
Grundschule aufgenommen („Kurze Beine – kurze Wege“).
Von den weiterführenden Schulformen, inklusive der Berufs- und Weiterbildungskollegs, gehören
die folgenden zu den Referenzschulen:
Hauptschulen:
»Hauptschule Coerde
»Hauptschule Hiltrup
»Hauptschule Wolbeck
»Waldschule Kinderhaus
Realschulen:
»Erna-de-Vries-Realschule
»Geschwister-Scholl-Realschule
»Johannes-Gutenberg-Realschule

Sekundarschule:
»Friedensreich-Hundertwasser-Schule
(auslaufend gestellt ab Schuljahr 2020/2021)
Berufskollegs:
»Adolph-Kolping-Berufskolleg
»Anne-Frank-Berufskolleg
Weiterbildungskollegs:
»Weiterbildungskolleg Münster
(Abendrealschule und Abendgymnasium)

Gymnasien:
»Geschwister-Scholl-Gymnasium
»Gymnasium Paulinum
»Gymnasium Wolbeck
»Immanuel-Kant-Gymnasium
»Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium
»Pascal-Gymnasium
»Wilhelm-Hittorf-Gymnasium

Soziale Arbeit an Schulen im Kontext von
Zuwanderung und Integration
Soziale Arbeit an Schulen gewinnt, auch im Kontext von Zuwanderung und Integration, immer mehr
an Bedeutung. In Münster unterstützen sowohl die Stadt als auch das Land die Schulen seit vielen
Jahren durch die Bereitstellung von Stellen für Erzieher/-innen und Schulsozialarbeiter/-innen.
Im Zuge der Neukonzeption der Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher hat die
Stadt Münster Stellen für Fallscouts eingerichtet, die, mobil und flexibel, als sozialpädagogische
Fachkräfte die Angebote der Schulsozialarbeit und der Bildungsarbeit an und im Umfeld von
Grundschulen und weiterführenden Schulen unterstützen. Dabei kooperieren sie mit Beratungsstellen und Bildungsakteuren im Stadtteil.
Als Ansprechpartner/-innen für Grundschulen sind aktuell (Stand: 1.8.2020) zwei Fallscouts im
Amt für Schule und Weiterbildung angesiedelt (Stellenumfang: 1,75 Vollzeitäquivalente). Für die
weiterführenden Schulen und Berufskollegs übernehmen aktuell sechs Fallscouts (Stellenumfang:
3,5 Vollzeitäquivalente) bei einem Freien Träger diese Aufgabe.
In Nordrhein-Westfalen hat der Landtag 2016 im Rahmen seiner Haushaltsbeschlüsse insgesamt
226 zusätzliche Stellen im Landesdienst für Soziale Arbeit an Schulen geschaffen (Fachkräfte
Schulsozialarbeit im multiprofessionellen Team), um die schulische Integration neu zugewanderter Schüler/-innen zusätzlich zu unterstützen („Integration durch Bildung“, vgl. RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 28.03.2017).
Der Stadt Münster wurden zehn Stellen (Vollzeitäquivalente) zugewiesen. Das Stellenprofil der
Fachkräfte Schulsozialarbeit im multiprofessionellen Team sieht unter anderem die Kooperation
mit anderen oder an den Schulen tätigen Fachkräften sowie externen Diensten, die Zusammenarbeit mit Eltern oder, bei unbegleiteten Minderjährigen, mit der Jugendhilfe, Mitwirkung im Kontext von Förderkonzepten und ein Angebot sozialpädagogischer Hilfen für Schüler/-innen (offene
Angebote oder Projektarbeit) vor, wobei das zusätzliche Angebot mit den bestehenden Angeboten der Schulsozialarbeit vernetzt werden soll.

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Zugewandert und schulpflIchtIg

1 Zugewanderte, schulpflichtige Kinder
und Jugendliche

2

Bildungsberatung
»Z
 entrale Anlauf- und Beratungsstelle
»H
 afenstraße 32, 2. Etage

»Individuelle Erst- und Orientierungsberatung zu Schulsystem und Schulwahl
»Bei Bedarf: Zweitberatung durch vom
Land abgeordnete Lehrkräfte (im
Tandem) zur Schärfung von Prognose
und Schulwahl
»B
 ei Bedarf mit Dolmetscher/-innen

3

Schule/
Schulanmeldung
»G
 rundschulen im Quartier und
Referenzschulen
»an allen weiterführenden Schulen
inkl. Berufskollegs

»B
 ei Bedarf: Sprach- und Kulturmittlerinnen zur Unterstützung der interkulturellen Elternarbeit an Schulen
»B
 ei Bedarf: Dolmetscher/-innen für
Elterngespräche, die rechtliche Relevanz haben

+
Sozialpädagogische Unterstützung
»durch Schulsozialarbeiter/-innen (Stadt und Land) an den Schulen vor Ort
»durch multiprofessionelle Teamer (Land)
»durch Fallscouts (auf Anfrage)

12

Fallscouts:
Sozialpädagogische
Unterstützung
der Kinder, Jugendlichen und ihrer
Erziehungsberechtigten

INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Integrationsstellen
Der Runderlass des Ministeriums für Schule und Bildung „Vielfalt gestalten – Teilhabe und
Integration durch Bildung; Verwendung von Integrationsstellen“ vom 17.12.2019 (BASS
14-21 Nr. 4) ersetzt den Runderlass des MSW vom 29. Juni 2012.
Laut Erlass ist es die Aufgabe der Schulen, Teilhabe und Integration durch Bildung, insbesondere im Hinblick auf interkulturelle Unterrichts- und Schulentwicklung und durchgängige Sprachbildung, zu fördern.
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Schulen bei dieser Aufgabe durch die Bereitstellung von sogenannten Integrationsstellen.
Die Integrationsstellen sind laut Runderlass für folgende
Handlungsfelder zu verwenden:
»die Erstförderung in der deutschen Sprache für neu zugewanderte Schüler/-innen und
im Sinne des Runderlasses des Ministeriums für Schule und Bildung „Integration und
Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“ vom 15. Oktober 2018
(BASS 13-63 Nr. 3) (Handlungsfeld A),
»die Förderung der deutschen Sprache für alle Schüler/-innen im Regelsystem, insbesondere im Bereich der Bildungssprache (Handlungsfeld B),
»die Weiterentwicklung von Unterricht und Schulleben durch die Initiierung und Verstetigung von interkulturellen Schulentwicklungsprozessen (Handlungsfeld C). Dabei sind die
Stellen für die Entwicklung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Schule
und Elternhaus, zur interkulturellen Verständigung oder für verschiedene Vorhaben gegen
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu verwenden.
Die Integrationsstellen können von den Schulen für die Handlungsfelder A (Stellen für die
Deutschförderung innerhalb der Erstförderung) und C (Stellen für interkulturelle Schul- und
Unterrichtsvorhaben) von Schulen bzw. im Handlungsfeld C auch von Schulnetzwerken
beantragt werden.
Stellen für das Handlungsfeld B werden vom Ministerium auf der Grundlage der Schüler/-innenzahlen und auf der Basis eines Schulsozialindexes an die oberen Schulaufsichtsbehörden
zugewiesen.
Antragsfrist für Stellen in den Handlungsfeldern A und C ist der 31. Oktober des Kalenderjahres für den darauffolgenden Zuweisungszeitraum (erstmalig: 31. Oktober 2020).
Auf der Webseite des Bildungsportals des Landes NRW finden Sie Links zur Neufassung des
Runderlasses „Vielfalt gestalten – Teilhabe und Integration durch Bildung; Verwendung von
Integrationsstellen“ und zum Antrag auf Zuweisung von Integrationsstellen.
www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Integration/Kontext/Antrag-Integrationsstellen/index.html
In Münster berät das Kommunale Integrationszentrum Schulen in interkulturellen Schulentwicklungsprozessen und ist bei der Beantragung von Integrationsstellen behilflich.
KONTAKT:
Peninna-Isabell Knollmann
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 0251/ 492-7084
E-Mail: Knollmann@stadt-muenster.de

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Gesellschaftliche
Teilhabe und
finanzIelle
(Erst-)Ausstattung

14

Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT)
und Kurzinformation zur MünsterlandKarte
Was?
(Leistungen)

Das Bildungs- und Teilhabepaket unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem
Einkommen, damit sie an Bildungsangeboten in der Schule oder Kita, sowie an Aktivitäten im
sozialen oder kulturellen Bereich teilnehmen können. Dazu gehören beispielsweise Schulausflüge,
Klassenfahren, Vereinsbeiträge oder Ferienfreizeiten. Die Teilnahme am Mittagessen in der Schule,
Kita oder Tagesbetreuung wird ebenso gefördert wie geeignete Nachhilfe, wenn die schulrechtlich
festgelegten Lernziele gefährdet sind.

Für wen?
(Zielgruppe)

Die Leistungen für Bildung und Teilhabe können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter
25 Jahren (Teilhabe: unter 18 Jahren) erhalten, wenn sie
»in einer Familie mit einem sehr geringen Haushaltseinkommen leben oder einem Haushalt
angehören, der Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld) oder Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld, Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz oder Sozialhilfe
bezieht, und
»eine Kita, eine allgemein- oder eine berufsbildende Schule oder ein Weiterbildungskolleg
besuchen und
»keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Antragsverfahren/ Zuständigkeit

Der Antrag für Leistungen aus dem BuT („Erklärung zu Bedarfen für Bildung und Teilhabe“) wird
beim Jobcenter der Stadt Münster gestellt. Um eine finanzielle Unterstützung für Klassenfahrten,
Lernförderung und Schülerbeförderung zu erhalten, sind auf entsprechenden Zusatzbögen noch
ergänzende Angaben zu machen.
Der Zusatzbogen für Klassenfahrten erfordert die Unterschrift der Schulleitung, der Zusatzbogen
Lernförderung die Unterschrift des Antragstellenden und der Schulleitung und der Zusatzbogen
Schülerbeförderung muss vom Antragstellenden und einem/einer Schulvertreter/-in unterschrieben werden.
Die erforderlichen Formulare sind im Jobcenter erhältlich oder können auf der Homepage
aufgerufen werden:
www.stadt-muenster.de/jobcenter/leistungen-fuer-bildung-und-teilhabe/antraege.html
Die Beratung und Bearbeitung der Anträge erfolgt im Jobcenter, in der Geschäftsstelle Mitte, am
Ludgeriplatz 4 in Münster.
Auf der Homepage finden Sie, differenziert nach Buchstabengruppen, die Namen und Telefonnummern der zuständigen Sachbearbeiter/-innen:
www.stadt-muenster.de/jobcenter/leistungen-fuer-bildung-und-teilhabe.html

Weitere
Hinweise
(MünsterlandKarte)

Wer Anspruch auf Leistungen hat, bekommt nach dem ersten BuT-Antrag vom Jobcenter die
MünsterlandKarte (auch BildungsKarte genannt) geschickt. Mit ihr bezahlen berechtigte Kinder
und Jugendliche die Kosten für Tagesausflüge, Mittagessen, Lernförderung oder Vereinsbeiträge
direkt vor Ort, ohne Papiergutschein oder Bargeld. Der Anbieter notiert die Daten und rechnet
über das Internet ab.
Die Homepage der BildungsKarte informiert darüber, welche Anbieter/-innen die MünsterlandKarte akzeptieren, welche Angebote genutzt werden können und wie die Karte funktioniert:
www.bildungs-karte.org/pages/public/info.php

Kontakt

Jobcenter Münster
Geschäftsstelle Mitte
E-Mail: BildungundTeilhabe@stadt-muenster.de

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Lernförderung im Rahmen des Bildungsund Teilhabepakets (BuT)
Was?
(Leistungen)

Im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) können Schüler/-innen eine Lernförderung in
Anspruch nehmen. Den anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen kann eine geeignete Lernförderung im Rahmen eines schulnahen Angebotes in den Räumlichkeiten der Schule oder bei einem
anerkannten privaten Träger bewilligt werden.
In Münster hat die Verwaltung beginnend mit dem Schuljahr 2011/12 ein Verfahren entwickelt,
das auf eine möglichst bedarfsgenaue Förderung der berechtigten Schüler/-innen „mit der Schule
– in der Schule“ ausgerichtet ist. Der größte Teil der BuT-Lernförderung findet als außerschulische
Maßnahme in der Schule statt.
In der Regel wird Lernförderung für bis zu zwei Fächer beantragt. Die Lernförderung wird für gewöhnlich bis zum Ende eines Schuljahres gewährt.

Unter welchen Bedingungen?
(Leistungsvoraussetzungen)

Unter der Voraussetzung, dass die schulischen Angebote zur individuellen Förderung ausgeschöpft sind, können leistungsberechtigte Schüler/-innen die BuT-Lernförderung in Anspruch
nehmen, wenn
»…wesentliche, nach den schulrechtlichen Bestimmungen festgelegte Lernziele gefährdet sind. Als
Lernziele anerkannt werden in der Regel die Versetzung in die nächste Klassenstufe, das Erreichen
des Schulabschlusses, das Erreichen eines höheren Leistungsniveaus (ab Klasse 8) sowie die Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
»…Schüler/-innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, zur Unterstützung einer schnelleren schulischen und gesellschaftlichen Integration eine zusätzliche Sprachförderung im Fach Deutsch benötigen.

Für wen?
(Zielgruppe)

BuT-Lernförderung können Schüler/-innen unter 25 Jahre erhalten, wenn sie in Münster BuTberechtigt sind, d.h.:
»in einer Familie mit einem sehr geringen Haushaltseinkommen leben oder einem Haushalt angehören, der Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld) oder Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld, Kinderzuschlag nach dem Bundeskindergeldgesetz oder Sozialhilfe bezieht,
»eine allgemeinbildende oder berufsbildende Schule oder ein Weiterbildungskolleg besuchen und
»keine Ausbildungsvergütung erhalten.

Antragsverfahren/ Zuständigkeit

In Münster wird die BuT-Lernförderung kooperativ durch das Jobcenter, das Sozialamt und das Amt
für Schule und Weiterbildung abgewickelt.
Der Antrag auf Lernförderung wird bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Amtes für
Schule und Weiterbildung eingereicht.
Antragsteller sind die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, die i.d.R. seitens der Schule hinsichtlich
ihres BuT-Anspruchs auf Lernförderung beraten werden; erforderlich ist außerdem eine Stellungnahme der Schule. Die erforderlichen Formulare können auf der Homepage der Stadt Münster
aufgerufen werden unter:
www.stadt-muenster.de/fileadmin//user_upload/stadt-muenster/59_jobcenter/pdf/bildung-teilhabe_lernfoerderung.pdf
Nach der fachlichen Beurteilung des Antrags durch die Schulpsychologische Beratungsstelle kann
anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen eine geeignete Lernförderung bewilligt werden.
Die Schulpsychologische Beratungsstelle berät die münsterschen Schulen bei der Umsetzung und
Organisation der Förderung vor Ort und kümmert sich bei den schulnahen Angeboten in enger
Umsetzung mit der Schule um die Koordinierung der Förderung und die Auswahl der Förderkräfte.

Kontakt

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Iris Roth
Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster
Tel.: 0251/ 492-4091
E-Mail: Roth@stadt-muenster.de

Münster-Pass

Was?
(Leistungen)

Von der MünsterlandKarte zu unterscheiden ist der Münster-Pass. Der Münster-Pass soll die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geringem Einkommen unterstützen. Inhaber/-innen des
Münster-Passes können zahlreiche Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebote zu stark ermäßigten
Preisen wahrnehmen.

Für wen?
(Zielgruppe)

Den Münster-Pass erhalten alle in Münster wohnenden Personen, die folgende Leistungen
beziehen:
»Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 (SGB II),
»Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem 3. Kapitel Sozialgesetzbuch 12 (SGB XII),
»Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel SGB XII,
»Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
»ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt im Rahmen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz oder
»Kinderzuschlag nach § 6a Bundeskindergeldgesetz.

Zustellung/
Zuständigkeit

Wer laufende Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 vom Jobcenter Münster oder Leistungen
zum Lebensunterhalt vom Sozialamt der Stadt Münster bezieht, erhält den Münster-Pass unaufgefordert per Post. Wer Leistungen neu beantragt, erhält den Münster-Pass vom/von der Sachbearbeiter/-in ausgehändigt.
Leistungsberechtigte, die keinen Münster-Pass erhalten haben, bekommen ihn bei Vorlage
ihres aktuellen Bewilligungsbescheides
»im Kundenzentrum Soziales (bei Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 12 oder Asylbewerberleistungsgesetz sowie bei ergänzender Hilfe zum Lebensunterhalt im Rahmen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz),
»in der Fachstelle Bildung und Teilhabe des Jobcenters (bei Kinderzuschlag nach § 6a Bundeskindergeldgesetz) oder
»im Kundenzentrum des Jobcenters (bei Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2) ausgehändigt.
Die Münster-Pässe werden zum 1. Mai und zum 1. November versandt. Die Gültigkeit der Pässe
beträgt sechs Monate.
Bei Verlust des Münster-Passes wird pro Person einmal im Jahr ein Ersatzpass bei Vorlage des aktuellen Bewilligungsbescheides ausgestellt.

Weitere
Hinweise

Einen Link zu einer Liste der teilnehmenden Anbieter und Einrichtungen finden Sie auf der
Homepage der Stadt Münster unter:
www.stadt-muenster.de/sozialamt/muenster-pass.html

Kontakt

Sozialamt
Tel.: 0251/ 492-5038
E-Mail: Pape@stadt-muenster.de

17

Erstattung von Kosten für Schulbücher
Was und für
wen?
(Leistung und
Zielgruppe)

Bei der Anschaffung von Schulbüchern müssen die Eltern einen Teil der Kosten zahlen, den sogenannten Eigenanteil. Wer in Münster wohnt und Leistungen nach dem SGB XII, SGB II, Asylbewerberleistungsgesetz bzw. Jugendhilfegesetz erhält, kann einen Antrag auf Erstattung dieses Eigenanteils stellen.

Antragsverfahren/ Zuständigkeit

Der Antrag wird beim Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster gestellt.
Bei der Antragstellung sind die notwendigen Unterlagen (aktueller Bewilligungsbescheid) einzureichen bzw. vorzulegen. Außerdem ist eine Mitteilung der Schule erforderlich, welche Bücher unter
den Eigenanteil fallen.

Weitere
Hinweise

Aktuelle Informationen zur Antragstellung und das entsprechende Antragsformular können auf der
Homepage der Stadt Münster aufgerufen werden unter:
www.stadt-muenster.de/schulamt/service/formulare.html

Kontakt

Edith Schulte
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4045
E-Mail: SchulteEdith@stadt-muenster.de
Bettina Jahnig
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4062
E-Mail: JahnigT@stadt-muenster.de

18

Fahrkostenerstattung für Schüler/-innen – goCardAbo
Was und für
wen?
(Leistung und
Zielgruppe)

Schüler/-innen, die mit Bus oder Bahn zur Schule kommen, können die Fahrkosten bis zu einem
Höchstbetrag von 100 Euro erstattet bekommen. Die Stadt Münster übernimmt als Schulträger
die notwendigen Schüler/-innenfahrkosten, die bis zur nächstgelegenen städtischen Schule der
entsprechenden Schulform entstehen. Maßgebliche Anspruchsvoraussetzung ist die Länge des
Schulweges.
Einen Anspruch auf die Übernahme von Schüler/-innenfahrkosten haben Schüler/-innen in NRW
bei Schulwegen folgender Länge:
»Grundschulen, Förderschulen (Klassen 1 - 4) bei Schulwegen von mehr als 2 km,
»Förderschulen (Klassen 5 bis 10), Hauptschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Gesamtschulen
und Gymnasien (Klassen 5 bis 10) bei Schulwegen von mehr als 3,5 km,
»Gesamtschulen (Klassen 11 bis 13), Gymnasien (Klassen 11, 12 und gegebenenfalls 13), Berufskollegs bei Schulwegen von mehr als 5 km.
In der Regel haben diese Schüler/-innen einen Anspruch auf Ausstellung eines ermäßigten goCardAbos
der Verkehrsgemeinschaft Münsterland, in Münster erhältlich bei mobilé am Berliner Platz 22.
Mit dem goCardAbo erhalten die Schüler/-innen die Möglichkeit, mit dem ÖPNV zur Schule zu
fahren, aber auch in der Freizeit ganzjährig im gesamten Münsterland beliebig zu fahren.

Eigenanteil an
den Kosten

Für die Freizeitnutzung des goCardAbo wird ein Eigenanteil erhoben. Der Eigenanteil entfällt für das
dritte und jedes weitere minderjährige Kind einer Familie, sowie für anspruchsberechtigte Schüler/-innen, die laufende Leistungen nach dem SGB XII enthalten.
Kinder und Jugendliche, die den Münster-Pass besitzen und deren Schul- und Wohnort Münster ist,
erhalten bei Vorlage des Münster-Passes und ihres Personalausweises eine 50-prozentige Ermäßigung auf den zu zahlenden Eigenanteil.
ES ERGEBEN SICH FOLGENDE KOSTEN:
Bei Übernahme der Schüler/-innenfahrkosten durch die Stadt Münster

…für volljährige Schüler/-innen
…für das erste minderjährige Kind
…für das zweite minderjährige Kind

Eigenanteil	Ermäßigter Eigenteil für
Münster-Pass-Inhaber/-innen
12 Euro pro Monat
6 Euro pro Monat
12 Euro pro Monat
6 Euro pro Monat
6 Euro pro Monat
3 Euro pro Monat

Ohne Übernahme der Schülerfahrkosten

…für jedes Kind

Normalpreis	Eigenteil für Münster-Pass
Inhaber/-innen
22 Euro pro Monat
11 Euro pro Monat
(Stand: 30.06.2020, Preisänderung möglich)

Antragsverfahren/ Zuständigkeit

Für die Bewilligung der Fahrkostenerstattung für Schüler/-innen, die eine städtische Schule besuchen, ist das Amt für Schule und Weiterbildung zuständig. Die Beantragung der Kostenübernahme
erfolgt im Rahmen der Schulanmeldung (Schulanmeldebogen) und wird an das Amt für Schule und
Weiterbildung übermittelt.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, schickt das Amt für Schule und Weiterbildung den Bewilligungsbescheid an die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, die unter Vorlage des Bescheides das goCardAbo bei mobilé, Berliner Platz 22, abschließen können.
Bei Schulen in privater Trägerschaft (Waldorfschule, Montessorischule, Friedensschule u.a.) ist der
jeweilige Träger für die Erstattung von Fahrkosten zuständig.

Kontakt

Marcus Ueschner
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4041
E-Mail: Ueschner@stadt-muenster.de

19

Mitmachkinder Förder- und Patenprogramm
Kommunale Stiftungen Münster
Die Kommunalen Stiftungen Münster sind Stiftungen, die nach dem Willen
der Stiftenden von der Stadt Münster treuhänderisch geführt werden. Sie sind
gemeinnützig, unterstützen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, und
fördern das ehrenamtliche Engagement.
Nähere Informationen finden Sie unter:
www.stiftungen-muenster.de

Förderung von Kindern und Jugendlichen durch die
Stiftung Bürgerwaisenhaus und ihren Stiftungsfonds
Mitmachkinder
Ein Handlungsfeld der Kommunalen Stiftungen Münster ist die individuelle
Förderung von Kindern und Jugendlichen. Hier ist die Stiftung Bürgerwaisenhaus aktiv. Unter ihrem Dach wurde 2009 der Stiftungsfonds Mitmachkinder
eingerichtet, der die gesellschaftlichen Teilhabechancen von Kindern und
Jugendlichen in Münster durch außerschulische Förderung verbessert. Persönlichkeitsentwicklung und Interessenentfaltung stehen dabei im Vordergrund.
Dafür gibt es ein finanzielles Förderprogramm und ein Patenprogramm. Um
die Programme durchführen zu können, ist die Stiftung Mitmachkinder auf
Spenden angewiesen.
Weitere Informationen finden Sie unter :
www.mitmachkinder.de

Finanzielles Förderprogramm der Stiftung
Mitmachkinder
Mit dem finanziellen Förderprogramm werden Teilnehmerbeiträge für Kinder
und Jugendliche aus Münster bis zum vollendeten 17. Lebensjahr übernommen. Gefördert werden Kosten im unmittelbaren Zusammenhang mit Aktivitäten und Maßnahmen außerhalb von Schule und Kindertagesbetreuung, die
wegen zu geringer materieller Mittel der Familie nicht aufgebracht werden
können. So erhalten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, außerhalb
der Schule z.B. eine Sportart zu betreiben, ein Musikinstrument zu lernen oder
einen Kunstkurs zu besuchen.

20

INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Einen Antrag auf finanzielle Förderung stellen
Anträge können ausschließlich von Personen gestellt werden, die als hauptberufliche Fachkräfte in der Schule, in der Kindertageseinrichtung oder in
Beratungsstellen arbeiten oder von Beschäftigten, die in einem sozialen
Beratungs- bzw. Betreuungszusammenhang mit dem Kind und dessen Familie
stehen. Die Fachkräfte müssen begründen, warum eine bestimmte Fördermaßnahme für ein Kind geeignet ist, und eine Prognose dazu abgeben, was
die Förderung für die Entwicklung des Kindes bringen wird.
Der Vergabe von Förderzuschüssen liegen stiftungseigene Richtlinien zugrunde. Die Richtlinien sind die Fördergrundsätze des Programms mit Informationen zum Antrag, zu den Antragsberechtigen, sowie den förderfähigen Kosten.
Auf der Homepage der Stiftung Mitmachkinder finden Sie die Richtlinien und
auch die erforderlichen Antragsformulare:
www.mitmachkinder.de/de/programme--projekte/foerderprogramm/

Patenprogramm der Stiftung Mitmachkinder
Im Rahmen des Patenprogramms unterstützen ehrenamtliche Erwachsene,
die sogenannten Mitmachpaten, Kinder aus einkommensschwachen Familien
durch gemeinsame Freizeitaktivitäten dabei, ihre Talente und Fähigkeiten
zu entdecken und ihre Persönlichkeit zu stärken. Zielgruppe des Patenprogramms sind Kinder aus ganz Münster zwischen 5 und 12 Jahren, die von der
Begleitung eines Erwachsenen profitieren können. Die gemeinsame Zeit kann
eine Lücke schließen, wenn viele Geschwisterkinder zu betreuen sind, wenn
Eltern alleinerziehend sind, aber auch wenn sie durch Krankheit eingeschränkt
sind oder ein persönliches Netzwerk fehlt.
www.mitmachkinder.de/de/programme--projekte/patenprogramm/

Kontakt
Martina Kreimann
Geschäftsstelle Kommunale
Stiftungen Münster
Tel.: 0251/ 492-5901
E-Mail: Kreimann@stadt-muenster.de

21

Übersetzen
und Verstehen

22

Dolmetscher/-innen
Was?
(Angebot)

Die Dolmetscher/-innen übersetzen Gespräche über rechtsbindende Angelegenheiten.
Neben persönlichen Übersetzungsgesprächen gibt es auch die Möglichkeit des TelefonDolmetschens (Telefonkonferenz).

Für wen?
(Zielgruppe)

Schulleitungen, Lehrkräfte, Erzieher/-innen an Schulen, Schulsozialarbeiter/-innen,
Schulsekretärinnen.

Warum?
(Ziele)

Professionelle Dolmetscher/-innen sind immer dann wichtig, wenn es in Gesprächen um
rechtsbindende Angelegenheiten geht.
Zu diesen zählen:
1.
Schulpflicht (§ 34, § 37 Schulgesetz – Schullaufbahn)
2.
Einhaltung der Schulpflicht (§ 41 Schulgesetz)
3.
Allgemeine Rechte und Pflichten aus dem Schulverhältnis (§ 42 Schulgesetz)
4.
Teilnahme am Unterricht und an Schulveranstaltungen (§ 43 Schulgesetz)
5.
Aufnahme in die Schule, Schulwechsel (§ 46 Schulgesetz)
6.
Beendigung des Schulverhältnisses (§ 47 Schulgesetz)
7.
Grundsätze der Leistungsbewertung (§ 48 Schulgesetz)
8.	Pädagogische Gespräche mit Schüler/-innen und deren Eltern
(§ 53 Schulgesetz – Erzieherische Einwirkungen, Ordnungsmaßnahmen)
9.
Schulgesundheit (§ 54 Schulgesetz)
11. 	Schulmitwirkungspflicht der Eltern
(§ 65, § 67, § 70, § 72, § 73 Schulgesetz – Mitarbeit in Gremien)
12. 	Themenbereich der Sonderpädagogischen Förderung
(§ 19 Schulgesetz – AO-SF-Verfahren, Gespräche zu Fördermaßnahmen)

Von wem?
(Anbieter/-in)

Die Dolmetscher/-innen werden vermittelt durch die Abteilung Integration, Bildungsberatung,
Schulsozialarbeit im Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster.

Wo?

Neben dem Dolmetschen vor Ort (z.B. in Schulen, Flüchtlingseinrichtungen, Familien) besteht die
Möglichkeit des Telefondolmetschens (Telefonkonferenz).

Antragsverfahren

Das für die Anforderung von Dolmetscher/-innen zu verwendende Antragsformular ist
im Intranet der Stadtverwaltung abrufbar:
intranet-ms.stadt-muenster.de/amt-fuer-schule-und-weiterbildung/formulare/sekretariat.html
Die Intranet-Seite kann von allen kommunalen Schulverwaltungs-PCs in den Sekretariaten
aufgerufen werden. Sekretariate können das Formular aber auch per Mail beim Amt für Schule und
Weiterbildung anfordern.

Kosten und
Antragsfrist

Die Kosten für den Einsatz der beim Amt für Schule und Weiterbildung angeforderten Dolmetscher/-innen für rechtlich relevante Gespräche übernimmt die Stadt Münster.
Bitte stellen Sie Ihren Antrag ca. eine Woche vor dem gewünschten Termin.

Weitere
Hinweise

Nach einem Dolmetscher/-innen-Einsatz vor Ort bestätigen Sie bitte Termin und Dauer auf der
von dem/der Dolmetscher/-in vorzulegenden Bescheinigung mit Ihrem Schulstempel und der
Unterschrift der Ansprechperson.
Nach einem Dolmetscher/-innen-Einsatz im Rahmen einer Telefonkonferenz teilen Sie dem
Amt für Schule und Weiterbildung bitte Termin und Dauer per E-Mail mit.

Kontakt

Silke Neugebauer
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4065
E-Mail: Bildungsberatung@stadt-muenster.de

Eva Maria Witte
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-2881
E-Mail: Bildungsberatung@stadt-muenster.de

23

Sprach- und Kulturmittlerinnen für Schulen –
ein Angebot zur interkulturellen Elternarbeit
Was?
(Leistungen)

Sprach- und Kulturmittlerinnen sind mehrsprachig (u.a. deutsch, türkisch, ukrainisch, russisch,
polnisch, französisch, arabisch, persisch, afghanisch) und mit mindestens zwei Kulturen und den
kulturspezifischen Unterschieden der Sprache vertraut. Sie sind geschult in interkultureller Kommunikation und leisten, vor Ort in der Schule oder bei Bedarf auch telefonisch, Unterstützung bei
der Verständigung. Sprach- und Kulturmittlerinnen haben die Qualifizierung zur „Sprach- und
Kulturmittlerin für Schulen“ und die Kompaktausbildung des „Transkulturellen und interreligiösen
Lernhauses der Frauen“ im Haus der Familie absolviert. Sie können:
»die interkulturelle Kommunikation in der Schule begleiten (z.B. Elterngespräche),
»unterschiedliche Sichtweisen verstehen und vermitteln,
»in Konfliktsituationen moderieren,
»die Strukturen des deutschen Schulsystems erklären,
»interkulturelle Begegnungen gestalten,
»Familien für die Mitwirkung in der Schule begeistern.

Für wen?
(Zielgruppe)

Schulleitungen, Lehrkräfte, Erzieher/-innen an Schulen, Schulsozialarbeiter/-innen,
Schulsekretärinnen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele der Sprach- und Kulturmittlerinnen sind:
»Eltern in das schulische Leben ihrer Kinder einzubeziehen,
»die Integration und den Lernerfolg von zugewanderten Kindern und Jugendlichen durch gute
Kommunikation zwischen Eltern und Schule zu unterstützen,
»zugewanderte Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg zu stärken,
»dabei zu helfen, Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Es handelt sich um ein kooperatives Angebot des Amtes für Schule und Weiterbildung der Stadt
Münster und des Hauses der Familie, Katholisches Bildungsforum im Stadtdekanat Münster.
Den Einsatz der Sprach- und Kulturmittler/-innen koordiniert die Abteilung Integration, Bildungsberatung, Schulsozialarbeit im Amt für Schule und Weiterbildung.

Wo?

Die Sprach- und Kulturmittlerinnen kommen in die Schulen.

Antragsverfahren

Das für die Anforderung einer Sprach- und Kulturmittlerin zu verwendende Antragsformular ist
im Intranet der Stadtverwaltung abrufbar:
intranet-ms.stadt-muenster.de/amt-fuer-schule-und-weiterbildung/formulare/sekretariat.html
Die Intranet-Seite ist von allen kommunalen Schulverwaltungs-PCs in den Sekretariaten aufrufbar.
Sekretariate können das Formular aber auch per Mail bei der Bildungsberatung im Amt für Schule
und Weiterbildung anfordern.

Kosten und
Antragsfrist

Die Kosten für den Einsatz der beim Amt für Schule und Weiterbildung angeforderten Sprach- und
Kulturmittlerinnen übernimmt die Stadt Münster.
Bitte stellen Sie Ihren Antrag ca. eine Woche vor dem gewünschten Termin.

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Weitere
Hinweise

Nach einem Sprach- und Kulturmittlerinnen-Einsatz vor Ort bestätigen Sie bitte Termin und Dauer
auf der von der Sprach- und Kulturmittlerin vorzulegenden Bescheinigung mit Ihrem Schulstempel
und der Unterschrift der Ansprechperson.

Kontakt

Silke Neugebauer
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4065
E-Mail: Bildungsberatung@stadt-muenster.de
Eva Maria Witte
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-2881
E-Mail: Bildungsberatung@stadt-muenster.de

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Mehrsprachige Unterstützung
durch Ehrenamtliche
Was?
(Angebot)

Eine mehrsprachige interkulturelle Unterstützung in der Elternarbeit durch kompetente ehrenamtliche Muttersprachler/-innen bietet der Integrationsrat der Stadt Münster in Kooperation mit den
Migrant/-innen-Selbstorganisationen an.
Die Muttersprachler/-innen agieren als Brücke zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtungen
und unterstützen zugewanderte schulpflichtige Kinder und Jugendliche auf dem Weg ins deutsche
Schulsystem in allen Fragen der Bildungslaufbahn sowie beim Übergang Schule - Beruf in den folgenden Sprachen: Albanisch, Arabisch, Aserbaidschanisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Kurdisch-Kurmandschi, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Slowenisch, Spanisch,
Tamilisch und Türkisch.

26

Für wen?
(Zielgruppe)

Die ehrenamtlichen Übersetzer/-innen können von allen am Schulleben Beteiligten nachgefragt
werden.

Warum?
(Ziele)

Die ehrenamtlichen Übersetzer/-innen unterstützen Eltern und Schüler/-innen bei der Orientierung im Schulsystem und sind eine wichtige Hilfe bei der Kommunikation zwischen Elternhaus und
Schule.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Integrationsrat der Stadt Münster in Kooperation mit den Migrant/-innen-Selbstorganisationen.

Wo?

Die ehrenamtlichen Übersetzer/-innen kommen in die Schulen.

Wann?

Nach Absprache.

Kosten und
Verfahren

Für Eltern und Schulen entstehen keine Kosten.
Schulen, die Bedarf an ehrenamtlichen Übersetzer/-innen haben, wenden sich an den Integrationsrat der Stadt Münster.

Kontakt

Dr. Ömer Lütfü Yavuz
Integrationsrat der Stadt Münster
Tel.: 0176/ 25191257
E-Mail: Yavuz@muenster.de

Ehrenamtliche Übersetzer/-innen
zur Begleitung von Eltern
Was?
(Angebot)

Das Kommunale Integrationszentrum Münster hält einen Pool von ehrenamtlichen Übersetzer/-innen vor.
Diese begleiten Eltern mit geringen oder fehlenden Deutschkenntnissen zu unterschiedlichen
Veranstaltungen, wie z.B. Sprechstunden, Elternabenden oder Informationsveranstaltungen. Durch
ihre Sprachkenntnisse helfen sie, vorhandene Sprachbarrieren abzubauen und unterstützen den
Dialog zwischen Eltern und Schule.

Für wen?
(Zielgruppe)

Der Pool kann angefragt werden von Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten sowie
Einrichtungen im Rahmen des offenen Ganztags.

Warum?
(Ziele)

Ehrenamtliche Übersetzer/-innen unterstützen Eltern darin, sich in das schulische Leben ihrer
Kinder einzubringen. Sie sind eine wichtige Hilfe bei der Kommunikation, stärken Eltern im Rahmen
von schulischen Beteiligungsprozessen und helfen dabei, Missverständnisse in der Kommunikation
zu vermeiden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Ehrenamtliche Übersetzer/-innen zur Begleitung von Eltern werden vermittelt durch das Kommunale Integrationszentrum Münster.

Wo?

Die ehrenamtlichen Übersetzer/-innen kommen in die Schulen.

Wann?

Nach Absprache.

Weitere
Hinweise

Ein Verzeichnis der Sprachen, für die ehrenamtliche Übersetzer/-innen nachgefragt werden können,
findet sich auf der folgenden Webseite des Kommunalen Integrationszentrums Münster:
www.stadt-muenster.de/zuwanderung/unsere-handlungsfelder/bildung-und-sprache/ehrenamtliche-uebersetzerinnen-und-uebersetzer.html
Auf dieser Seite findet sich außerdem der Link „Mini-Dolmetscher in verschiedenen Sprachen“,
der vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Olpe in den Sprachen Albanisch, Arabisch,
Englisch, Französisch, Russisch und Serbisch herausgeben worden ist und mit hilfreichen Wörtern
und Sätzen aus verschiedenen Alltagssituationen den Einstieg in Gespräche erleichtern soll.

Kontakt

Ellen Brings
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 0251/ 492-7082
E-Mail: Brings@stadt-muenster.de
Else Gellinek
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 0251/ 492-7059
E-Mail: GellinekE@stadt-muenster.de
Nidha Kochukandathil
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 0251/ 492-7086
E-Mail: Kochukandathil@ stadt-muenster.de

27

Begleiten und
unterstützen

28

Projekt Erziehungs- und Bildungspartnerschaften
Was?
(Angebot)

Kindertageseinrichtungen (Kitas), Grundschulen und die Einrichtungen des offenen Ganztags
(OGS) tragen engagiert und motiviert zur Integration zugewanderter Familien in Münster bei.
Unterstützung bietet dabei das Projekt „Erziehungs- und Bildungspartnerschaften (EBP) – Bildung
gemeinsam gestalten“. Es dient der Entwicklung und dem Ausbau einer guten, partnerschaftlichen
Zusammenarbeit mit den Eltern und der Vernetzung mit weiteren bildungsrelevanten Akteuren,
wie z.B. Familienberatungsstellen, Jugendzentren, Kultur- und Sportvereinen und Migrant/-innen-Selbstorganisationen. Verfolgt wird ein sozialräumlicher Ansatz, wobei bereits bestehende
lokale Netzwerke und Strukturen genutzt und ausgebaut werden sollen.
Das Kommunale Integrationszentrum Münster übernimmt ein Jahr lang die Projektkoordination,
in deren Rahmen Qualifizierungsmaßnahmen organisiert und Vernetzungsprozesse unterstützt
werden und die Begleitung und Fachberatung der Umsetzung von Maßnahmen zur interkulturellen
Öffnung erfolgt.

Für wen?
(Zielgruppe)

Kindertageseinrichtungen, Grundschulen, Einrichtungen des Offenen Ganztags.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Projekts sind:
»d
 as Lernen und die Entwicklung von Kindern kooperativ zu fördern und
»d
 ie Bildungschancen von Kindern mit Migrationsvorgeschichte zu verbessern.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Träger des Projektes ist das Kommunale Integrationszentrum Münster.
Es führt das Projekt in Abstimmung mit dem Sozialamt, dem Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien, dem Amt für Schule und Weiterbildung sowie der unteren Schulaufsichtsbehörde durch.

Wo und
wann?

Treffpunkte und Zeitpunkte werden individuell zwischen den Projektbeteiligten abgestimmt.

Kosten und
Verfahren

Die Projektkoordination erfolgt kostenlos.
Interessenten wenden sich an das Kommunale Integrationszentrum Münster.

Kontakt

ELEMENTARBEREICH:

GRUNDSCHULBEREICH:

Ellen Brings
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 492-7082
E-Mail: Brings@stadt-muenster.de

Sarah Rieke
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 492-7083
E-Mail: RiekeS@stadt-muenster.de

Nidha Kochukandathil
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 492-7086
E-Mail: kochukandathil@stadt-muenster.de

Kristina Schöning
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 492-7094
E-Mail: SchoeningK@stadt-muenster.de

29

Sozialpädagogische Unterstützung
durch Fallscouts
Was?
(Angebot)

Fallscouts sind Sozialpädagog/-innen, die Angebote der Schulsozialarbeit und der Bildungsarbeit
an und im Umfeld von Grund- und weiterführenden Schulen unterstützen. Dabei kooperieren sie
mit Beratungsstellen und Bildungsakteuren im Stadtteil. Bei Bedarf arbeiten Fallscouts mit Dolmetscher/-innen, ehrenamtlichen Übersetzer/-innen oder Sprach- und Kulturmittlerinnen zusammen.
Sie unterstützen zugewanderte Schüler/-innen
»beim Ankommen im deutschen Schulalltag,
»durch die Begleitung ihrer schulischen Laufbahn (Bildungsziele, Förderbedarf, Begabungen etc.),
»bei Beratungsgesprächen in der Schule oder mit den Eltern.
Sie unterstützen Eltern
»bei der Orientierung im deutschen Schul- und Bildungssystem,
»bei Elterngesprächen, an Elternabenden und allgemein in der Kommunikation mit der Schule,
»bei Problemen, Krisen oder Konflikten im schulischen Kontext,
»durch Elterncafés in Stadtteilen und Schulen, u.a. mit dem Themenschwerpunkt „Schule und
Ankommen im deutschen Schulalltag“.
Sie unterstützen Lehrkräfte
»durch Vernetzung von Bildungsakteuren im Stadtteil,
»durch Teilnahme an Elterngesprächen oder an Elternabenden,
»durch die Begleitung interkultureller Elternarbeit,
»durch Mediation in Krisen- und Konfliktsituationen.

Für wen?
(Zielgruppe)

Zugewanderte Familien, Lehrkräfte, Erzieher/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen an Grund- und
weiterführenden Schulen.

Warum?
(Ziele)

Zentrales Ziel ist es, die Bildungsteilhabe und die Chancengleichheit von zugewanderten
Schüler/-innen zu erhöhen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster in Kooperation mit dem Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen NRW e.V. (VSE NRW e.V.).

Wo und
wann?

Bei den Fallscouts handelt es sich um ein mobiles und flexibles Angebot.
Fallscouts agieren auf Nachfrage hin, werden aber auch selbst aktiv, indem sie vorhandene Ressourcen im Stadtteil für die Zielgruppe aktivieren und neue erschließen.

Kosten

Für die sozialpädagogische Unterstützung durch Fallscouts fallen für Familien und Schulen keine
Kosten an.

Weitere
Hinweise

Ein Flyer informiert in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Serbisch über das Angebot der Fallscouts.
Er ist an allen Schulen, in Auslagen der Stadt sowie im Amt für Schule und Weiterbildung erhältlich
sowie auf der Webseite:
www.stadt-muenster.de/schulamt/zuwanderung-und-schule/fallscouts.html

30

Kontakt

GRUNDSCHULEN:
Amt für Schule und Weiterbildung

WEITERFÜHRENDE SCHULEN:
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen NRW e.V.

Freddy Kika
Tel.: 0251/ 492-2886 oder 0151/ 12285328
E-Mail: Kikakongo@stadt-muenster.de

Fiona Hinz (Stadtteil Nord, Nordost)
Tel.: 0178/ 4705824
E-Mail: hinz.fallscout@vse-nrw.de

Colleen Püschel
Tel.: 0251/ 492-2823 oder 0176/ 14950071
E-Mail: Pueschel@stadt-muenster.de

Joanna Harmus (Stadtteil Südost)
Tel.: 0178/ 4705912
E-Mail: harmus.fallscout@vse-nrw.de

Eva Brüning
Tel.: 0251/ 492-2823 oder 0176/ 14950071
E-Mail: BrueningE@stadt-muenster.de

Ludgera Voß (Stadtteil Südost)
Tel.: 0178/ 4705819
E-Mail: voss.fallscout@vse-nrw.de
Katharina Schöne (Stadtteil West)
Tel.: 0178/ 4705970
E-Mail: schoene.fallscout@vse-nrw.de
Anna Nienerowski (Stadtteil Südwest)
Tel.: 0178/ 4705837
E-Mail: nienerowski.fallscout@vse-nrw.de
Philipp Naumann (Stadtteil Südwest)
Tel.: 0176/ 14705741
E-Mail: naumann.fallscout@vse-nrw.de

31

32

Kultur-Übersetzer/-innen an Münsters Schulen
Was?
(Angebot)

Im Rahmen des Projekts „Kultur-Übersetzer/-innen“ werden Schüler/-innen mit Migrationsvorgeschichte oder Fluchterfahrung zu Sprach- und Kulturvermittler/ -innen für ihre Schulen ausgebildet.
Dabei reflektieren die beteiligten Jugendlichen eigene Erfahrungen mit Fremdheit und dem Ankommen im deutschen System „Schule“ und lernen u.a. kulturelle Sachverhalte aus verschiedenen
Perspektiven zu sehen und konfliktvermeidend zu moderieren.
Als Kultur-Übersetzer/-innen bieten sie neu zugewanderten Kindern Orientierungshilfen in der
Schule und fungieren als Ansprechpartner/-innen. Zudem stehen sie aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit und ihres kulturellen Wissens Lehrkräften beratend zur Seite.
Das Projekt umfasst einen einwöchigen Workshop sowie anschließende Coachings mit Lehrkräften
und Kultur-Übersetzer/-innen. Am Ende des Projekts erhalten die Jugendlichen ein Zertifikat.

Für wen?
(Zielgruppe)

Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte oder Fluchterfahrung an weiterführenden Schulen, die
über eine andere Herkunftssprache als Deutsch verfügen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Projekts:
»Unterstützung des „Ankommens“ neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher in der Schule und
Abbau von Gefühlen wie dem des Fremdseins oder der Sprachlosigkeit und damit ein besserer
Zugang zu dem deutschen Bildungssystem,
»Wertschätzung und Nutzung der Ressourcen (Sprache, Erfahrungen, Sichtweisen) von Kindern
und Jugendlichen mit Migrationsvorgeschichte,
»Unterstützung der interkulturellen Öffnung von Schule.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Amt für
Schule und Weiterbildung der Stadt Münster.

Wo und
wann?

Der Beginn des Projekts sowie die Räumlichkeiten, in denen der Workshop stattfindet, werden
kurzfristig abgesprochen.
Die sich anschließenden Coachings finden in der Schule statt, die der/ die Kultur-Übersetzer/-in besucht.

Kosten

Die Teilnahme an dem Projekt ist für Jugendliche, die eine Schule in Münster besuchen, kostenlos.

Anmeldeverfahren

Die Schulen werden rechtzeitig vor Projektbeginn von ESE angeschrieben und über das Projekt und
den genauen zeitlichen Ablauf informiert.
Interessierte Schulen bzw. Lehrkräfte nehmen daraufhin Kontakt zu ESE auf. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung erhalten sie Gelegenheit, Fragen zu dem Projekt und zur Umsetzung an der
Schule zu klären.
Schulen, die an dem Projekt teilnehmen wollen, wählen geeignete Schüler/-innen aus, die sich ihrerseits
auf einer Informationsveranstaltung noch genauer über das Projekt informieren können.
Die Anmeldung der Schüler/-innen, die sich zur Teilnahme entschließen, erfolgt über die Schule bei ESE.

Weitere
Hinweise

Die Handreichung „Die Kultur-Übersetzer/-innen. Interkulturelle Kompetenzen in der Schule –
Erfahrungen und Perspektiven“ basiert auf den Erfahrungen der Kultur-Übersetzer/-innen-Ausbildung 2017 sowie auf interkulturellen Trainings im Bereich Schule. Sie ist als Broschüre erhältlich
sowie online abrufbar unter:
www.ese-web.de/wp-content/uploads/2019/09/Brosch%C3%BCre-Kultur-Uebersetzer-druck.pdf

Kontakt

Nathalie Schattner
Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung (ESE) e.V.
Tel.: 0251/ 8327318
E-Mail: schattner@ese-web.de

33

Projekt angekommen in deiner Stadt Münster
Was?
(Angebot)

Das Projekt „angekommen in deiner Stadt Münster“ bietet in Kooperation mit kompetenten lokalen Partner/-innen ein vielfältiges Bildungs- und Betreuungsprogramm für zugewanderte Jugendliche. In den Projekträumlichkeiten, mit denen ein zentraler und kommunikativer Ort entstanden
ist, ermöglicht das Projekt den Jugendlichen ein ganzheitliches Ankommen, erleichtert es ihnen,
sich in die Stadtgesellschaft einzuleben und bietet ihnen gezielte Unterstützung beim Erwerb von
Bildungsabschlüssen sowie im Rahmen der beruflichen Orientierung.
Das Angebotsspektrum umfasst u.a.:
»Bildungs- und Beratungsangebote,
»Sprachförderung Deutsch und Englisch,
»Lernförderung Mathematik,
»Hilfe bei den Hausaufgaben,
»berufspraktische Maßnahmen, wie etwa Bewerbungstrainings und EDV-Kurse,
»Sport-, Musik-, Kultur- und Kreativangebote sowie
»Ferien-Sprachintensivkurse Deutsch.
Die Angebote werden den Bedarfen kontinuierlich angepasst.
Ein Wochenplan, der über einen umfassenden Verteiler (u.a. an Schulen, Ämter, Wohngruppen,
Vormünder etc.) kommuniziert wird, bietet eine genaue Übersicht aller aktuellen Angebote.

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Für wen?
(Zielgruppe)

Zielgruppe des Angebots sind junge, zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene zwischen
15 und 21 Jahren, die geringe oder keine Deutschkenntnisse haben und zum Teil mit einem ungesicherten Aufenthaltsstatus in Münster leben.
Diese Zielgruppe lässt sich in drei Teilgruppen differenzieren:
»schulpflichtige Seiteneinsteiger: Schüler/-innen ohne bzw. mit geringen Deutschkenntnisse(n),
die 15 Jahre alt sind,
»berufsschulpflichtige Jugendliche ohne bzw. mit geringen Deutschkenntnisse(n) zwischen 16
und 18 Jahren, die an den sechs städtischen Berufskollegs in den Internationalen Förderklassen
beschult werden und
»junge Erwachsene zwischen 19 und 21 Jahren ohne Deutschkenntnisse, die über keinen bzw.
keinen anerkannten Berufsabschluss verfügen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Projekts sind:
»das Ankommen der Jugendlichen in der Stadtgesellschaft ganzheitlich zu unterstützen,
»möglichst zeitnah die Weichen für eine erfolgreiche Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt
zu stellen,
»durch Angebote am Nachmittag und auch in den Schulferien eine kontinuierliche Unterstützung
und (Sprach-)Förderung, die über die schulische Unterrichtszeit hinausgeht, zu gewährleisten
und zu einer nachhaltigen Integration beizutragen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Kooperationsprojekt der Stadt Münster (Amt für Schule und Weiterbildung), des Ministeriums für
Schule und Bildung und der Walter Blüchert Stiftung.

Wo?

Die Projekträumlichkeiten befinden sich an der Kinderhauser Straße 112 in Münster.
Hier hat die Stadt im Jugendausbildungszentrum der Caritas (JAZ) Räume für das Projekt angemietet.

Wann?

Die Angebote finden in der Regel nachmittags in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr statt.
Vereinzelt werden auch Workshops am Wochenende durchgeführt.
Die Sprachintensivkurse im Fach Deutsch, die in allen Schulferien angeboten werden, beginnen in
der Regel um 08.30 Uhr.

Kosten und
Anmeldefristen

Alle Angebote innerhalb des Projekts sind für die Teilnehmenden kostenfrei.
Je nach Angebot gibt es unterschiedliche Anmeldefristen, die über einen umfassenden Verteiler
(s.o.) mitgeteilt werden.

Anmeldeverfahren

Eine Anmeldung für die anmeldepflichtigen Kurse erfolgt persönlich, telefonisch oder per E-Mail im
Projektbüro. Dies geschieht in der Regel durch die Schüler/-innen selbst, Lehrer/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen oder durch Sozialarbeiter/-innen in den Einrichtungen.

Kontakt

Anđela Rakowski
Projekt „angekommen in deiner Stadt Münster“
Tel.: 0251/ 492-2814
E-Mail: Rakowski@stadt-muenster.de
Annette van Bebber
Projekt „angekommen in deiner Stadt Münster“
Tel.: 0251/ 492-2815
E-Mail: vanBebber@stadt-muenster.de
Patrick Hartz
Projekt „angekommen in deiner Stadt Münster“
Tel.: 0251/ 609-4443
E-Mail: Hartz@jaz-muenster.de

35

Sprachkompetenz
als Schlüssel
zum Erfolg Sprachförderung

36

37

Herkunftssprachlicher Unterricht
im Schulamtsbereich Münster
Was?
(Angebot)

Der Herkunftssprachliche Unterricht (HSU) ist ein freiwilliges Angebot des Landes NRW. Er findet
im Bereich des Schulamtes für die Stadt Münster in der Regel im Umfang von 2 bis 3 Wochenstunden statt, zusätzlich zum Regelunterricht.
In Münster wird HSU aktuell in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Italienisch, Neugriechisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch (als Sprachengruppe), Spanisch und Türkisch angeboten, wobei sich das Angebot je nach Bedarfslage und personellen und
organisatorischen Voraussetzungen auch ändern kann.
Für den HSU gibt es einen für alle Sprachen geltenden Lehrplan für die Jahrgänge 1 bis 4, 5 bis 6
sowie einen Lehrplan für die Jahrgänge 7 bis 10.

Für wen?
(Zielgruppe)

Schüler/-innen der Primarstufe und der Klassen 5 bis 10 mit internationaler Familiengeschichte,
die zwei- oder mehrsprachig in Deutsch und in einer oder mehreren anderen Sprachen aufwachsen, sowie für neu zugewanderte Schüler/-innen ohne Deutschkenntnisse.

Warum?
(Ziele)

Der HSU trägt zur Förderung natürlicher Sprachenvielfalt und Wertschätzung lebensweltlicher
Mehrsprachigkeit bei.
Die herkunftssprachlichen Fähigkeiten der Schüler/-innen in Wort und Schrift sollen erhalten und
in Richtung Bildungssprache erweitert werden. Die gute Beherrschung der Herkunftssprache unterstützt die Aneignung der deutschen Sprache auf bildungssprachlichem Niveau. Außerdem werden
wichtige interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Nicht zuletzt dient der HSU auch dem Nachweis
zusätzlicher Sprachkenntnisse.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Die Durchführung von Herkunftssprachlichem Unterricht für Kinder und Jugendliche, die öffentliche Schulen besuchen, ist Aufgabe des Landes.
Erteilt wird der HSU von Lehrkräften, die Beschäftigte des Landes NRW sind.

Unter welchen Voraussetzungen?

HSU-Gruppen können gebildet werden, wenn in der Primarstufe mindestens 15 und in der Sekundarstufe I mindestens 18 Schüler/-innen mit derselben Herkunftssprache von den Erziehungsberechtigten an den Schulen angemeldet werden.
Möglich sind nach Entscheidung der Schulaufsichtsbehörde auch schulform- und schulübergreifende Lerngruppen.
Die Einrichtung des HSU erfolgt zum einen nach den Bedarfen und zum anderen nach Maßgabe der
personellen, haushaltsrechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten.

Wo und
Wann?

Der Herkunftssprachliche Unterricht findet nachmittags außerhalb des regulären Unterrichts statt.
Ein jährlich aktualisierter Stundenplan, der ca. 14 Tage vor den Sommerferien vom Schulamt an die
Schulen gesandt wird, informiert über die Unterrichtsorte und -zeiten.

Anmeldeverfahren/
Organisation

Anmeldungen zum Herkunftssprachlichen Unterricht erfolgen in der Regel bis Ende Februar bei
den Grundschulen und bis Mitte/ Ende März bei den weiterführenden Schulen.
Während des laufenden Schuljahres können nur Kinder zusätzlich in den Unterricht aufgenommen
werden, die in Münster neu zuziehen.
Ein genauer organisatorischer Ablaufplan für das laufende Schuljahr ist im Intranet der
Stadtverwaltung abrufbar:
intranet-ms.stadt-muenster.de/fileadmin/user_upload/40_schule-weiterbildung/rathaus_intern_40/Formulare/Herkunftssprachlicher_Unterricht/allgemein/infoblatt_hsu_2020_01.pdf

38

Bewertung der im HSU erbrachten Leistungen
Wie werden
die Leistungen Die im Herkunftssprachlichen Unterricht erteilte Leistungsnote wird in das Zeugnis unter „Bemerkungen“ aufgenommen. Die im Unterricht erzielte Note hat in Bezug auf Versetzung, Abschlüsse
gewertet?
und Berechtigungen keine Wirkung, im Unterschied zur HSU-Sprachprüfung am Ende eines Bildungsganges.
In den Zeugnissen der Schuleingangsphase der Grundschule wird statt der Leistungsnote eine Aussage über die Lernentwicklung im Herkunftssprachlichen Unterricht bei „Hinweise zu den Lernbereichen/ Fächern“ aufgenommen.
HSU-Sprachprüfung am Ende des Bildungsganges
Am Ende ihres Bildungsganges in der Sekundarstufe I legen die Schüler/-innen,
die den HSU besucht haben, eine Sprachprüfung nach § 5 Abs. 3 APO-SI auf der
Anspruchsebene des angestrebten Abschlusses ab:
a) Hauptschulabschluss nach Klasse 9
b) Hauptschulabschluss nach Klasse 10
c) Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)
Das Ergebnis der Sprachprüfung wird im Abschlusszeugnis bescheinigt. Die Prüfungsnote wird im
Zeugnis unter „Leistungen“ eingetragen. Unter „Bemerkungen“ wird eingetragen, dass die Note
auf einer Sprachprüfung nach der Teilnahme am HSU beruht und auf welcher Anspruchshöhe die
Prüfung abgelegt wurde.
Eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung kann bei den genannten Abschlüssen eine
mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen und damit zum Abschluss führen (vgl. § 5
Abs. 3 APO-SI).
Für Schüler/-innen des Gymnasiums gilt, dass auch diese am Ende der letzten Klasse der Sekundarstufe I eine Sprachprüfung auf der Anspruchshöhe des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) ablegen. Bei Vergabe des Abschlusses gemäß § 40 (Hauptschulabschluss) kann eine
mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache
ausgleichen (vgl. § 5 Abs. 3 Nr. 5.3.9 APO-SI).
Bei Erreichen einer mindestens ausreichenden Gesamtnote in der Sprachprüfung auf dem Anspruchsniveau des Mittleren Schulabschlusses kann diese Sprache in der gymnasialen Oberstufe als
fortgeführte Fremdsprache belegt werden (vgl. BASS 13-61 Nr. 2 Abs. 5.4), sofern seitens der Schule
ein entsprechendes Angebot vorgehalten wird.
Für neu zugewanderte Schüler/-innen, die nicht in das reguläre Sprachangebot einer Schule eingegliedert werden können, ersetzt bei den Schulabschlüssen Hauptschule 9 bzw. Hauptschule 10 (Typ
A) die Sprachprüfung im HSU die Sprachfeststellungsprüfung der Bezirksregierung (vgl. BASS 13-61
1.5.2). Diese Schüler/-innen erhalten folgende Zeugnisbemerkung:
„Die Note in _______wurde aufgrund einer Leistung erteilt, die in einem den Regelunterricht ergänzenden Unterrichtsangebot des Landes Nordrhein-Westfalen erbracht wurde.“
Dies gilt nicht für den Mittleren Schulabschluss. In diesem Fall ist die Sprachfeststellungsprüfung
abzulegen.

Kontakt

SCHULAUFSICHT:
Andrea Kramer
Schulamtsdirektorin im
Schulamt für die Stadt Münster
Generale Integration
Tel.: 0251/492-4007
E-Mail: KramerAndrea@stadt-muenster.de

FACHBERATUNG:
Dr. Reinhard Kottmann
Fachberater im Bereich Integration durch
Bildung im Schulamt für die Stadt Münster
Tel.: 0251/492-2816
E-Mail: Kottmann@stadt-muenster.de

ORGANISATION:
Winfried Engbert
Schulamt für die Stadt Münster
Tel.: 0251/492-4054
E-Mail: EngbertW@stadt-muenster.de

39

Sprachfeststellungsprüfung anstelle von Pflichtfremdsprachen oder Wahlpflichtfremdsprachen für Schüler/-innen, die nicht in das Fremdsprachenangebot der
Schule eingegliedert werden konnten
Was?
(Angebot)

Schüler/-innen, die erst im Verlauf der Sekundarstufe I oder zu Beginn der Sekundarstufe II nach
Deutschland kommen, können in der Regel nicht all das nachholen, was gleichaltrige Kinder bzw.
Jugendliche in Englisch oder einer weiteren Pflicht- oder Wahlpflichtfremdsprache bereits gelernt
haben. Zusätzlich stehen viele von ihnen noch vor der Aufgabe, Deutsch zu lernen.
Ihnen gibt das Land Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, zum Erwerb der folgenden Abschlüsse eine Sprachfeststellungsprüfung in der Amtssprache ihres Herkunftslandes abzulegen:
»Hauptschulabschluss (nach Klasse 9)
»Hauptschulabschluss (nach Klasse 10)
»Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)
»Anspruchsniveau der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe in einer fortgeführten Fremdsprache
»Fachhochschulreife (Abschluss an berufsbildenden Schulen)
Ausgesiedelte Schüler/-innen haben die Option, statt in der Amtssprache ihres Herkunftslandes
eine Sprachprüfung in Russisch abzulegen.
Das Ergebnis der Note in der Sprachfeststellungsprüfung tritt an die Stelle der Note der ersten oder
zweiten Pflichtfremdsprache; im Abschlusszeugnis erscheint anstelle der Fremdsprache die Herkunftssprache und die in der Prüfung erreichte Note. In der Spalte Bemerkungen ist aufzunehmen:
„Die Note in ___________ wurde aufgrund der Sprachprüfung gemäß RdErl. d. KM v. 10.03.1992
(BASS 13-61 Nr. 1) erteilt.“
In Nordrhein-Westfalen fanden laut Bildungsportal des Landes NRW in den letzten Jahren Prüfungen in den folgenden Sprachen statt: Albanisch, Arabisch, Chinesisch, Griechisch, Italienisch,
Kroatisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Tschechisch,
Türkisch, Ungarisch, Vietnamesisch.

Für wen?
(Zielgruppe)

Die Möglichkeit der Sprachfeststellungsprüfung anstelle von Pflichtfremdsprachen oder Wahlpflichtfremdsprachen besteht ausschließlich für zugewanderte Schüler/-innen, die die Sekundarstufe I der deutschen Schule nicht von Beginn an besucht haben, nicht in das Fremdsprachenangebot der Schule eingegliedert werden konnten und ihre Herkunftssprache an der Schule nicht
anstelle einer Pflicht- oder Wahlpflichtfremdsprache fortführen konnten.

Warum?
(Ziele)

Für einen Schulabschluss in Nordrhein-Westfalen sind Kenntnisse in mindestens einer oder auch in
zwei Fremdsprachen nachzuweisen.
Schüler/-innen, die in das Sprachenangebot der Schule nicht mehr eingegliedert werden konnten,
erhalten durch die Sprachfeststellungsprüfung in der Amtssprache die Möglichkeit, durch den
Nachweis ihrer herkunftssprachlichen Kompetenz einen Schulabschluss zu erlangen.

Unter welchen Voraussetzungen?

Voraussetzung für das Ablegen der Sprachfeststellungsprüfung ist, dass fachkundige Prüfer/-innen
zur Verfügung stehen; ein Rechtsanspruch auf die Prüfung besteht nicht.
Daher sollte die Integration der Schüler/-innen in das Sprachenangebot der Schulen als vorrangig
gegenüber einer Sprachfeststellungsprüfung angesehen werden.
Ist bei einem/ einer Schüler/-in die Teilnahme an einer Sprachfeststellungsprüfung beabsichtigt, so
gilt, dass auf seinem/ ihrem Zeugnis keine Note in der jeweiligen Pflichtfremdsprache erteilt werden darf. Schüler/-innen, die eine Note in der Pflichtfremdsprache erhalten, werden zur Sprachfeststellungsprüfung nicht zugelassen.

40

Die Verantwortung für die Durchführung der Sprachprüfung liegt bei der Bezirksregierung als obeAnmeldeverfahren/ Durch- rer Schulaufsichtsbehörde. Bei einer geringen Teilnehmer/-innenzahl können die Prüfungen auch
landesweit zentral bei einer der fünf Bezirksregierungen durchgeführt werden.
führung
Die Schulleitungen bzw. die Leitungen der Weiterbildungseinrichtungen regeln die Information der
Schüler/-innen und das Anmeldeverfahren zur Prüfung und stellen sicher, dass der Bezirksregierung
Münster die jeweiligen Anträge fristgerecht vorliegen. Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt in dem
Schuljahr, in dem der Schulabschluss erworben werden soll. Anträge von Hauptschulen werden auf
dem Dienstweg zunächst den Schulämtern (Herrn Dr. Kottmann) vorgelegt. Alle anderen Schulen richten ihre Anträge unmittelbar an die Bezirksregierung Münster. Laut der Richtlinien für die
Sprachfeststellungsprüfung (BASS 13-61 Nr. 1) ist die Frist der 15.9 jeden Jahres. Über abweichende
Fristen informiert die Bezirksregierung Münster.
Die Bezirksregierung entscheidet über die Zulassung zur Sprachfeststellungsprüfung und organisiert Ort und Zeitpunkt der Prüfungen. Die Sprachfeststellungsprüfungen finden für die allgemeinbildenden Schulen und die Berufskollegs einmal jährlich zwischen dem Beginn des zweiten
Schulhalbjahres und dem 15. März statt. Für Teilnehmer/-innen aus Lehrgängen von Weiterbildungseinrichtungen kann bei Bedarf eine weitere Prüfung im Jahr angeboten werden.
Das Anmeldeformular für die Sprachfeststellungsprüfung kann auf der Internetseite der Bezirksregierung heruntergeladen werden:
https://www.bezreg-muenster.de/de/schule_und_bildung/schulrecht_schulorganisation_abschluesse_sprachen/sprachpruefungen/index.html

Weitere Hinweise

Die Bezirksregierung Münster geht davon aus, dass eine benotbare Eingliederung in das Fremdsprachenangebot der Schule in der Regel noch bis zum Ende des 6. Schuljahres möglich ist. Sollte dies im
Einzelfall nicht erfolgt sein, müssen bei einer Antragsstellung die Gründe dafür dargelegt werden.
Die beabsichtigte Teilnahme an einer Sprachfeststellungsprüfung befreit die Schüler/-innen nicht
vom Englischunterricht. Sie erhalten obligatorisch die Möglichkeit, Englischkenntnisse zu erwerben, indem sie entweder am Regelunterricht oder an einem den Regelunterricht ergänzenden Unterricht im Fach Englisch teilnehmen. Auf den Zeugnissen der Sekundarstufe I wird die Teilnahme
unter „Bemerkungen“ dokumentiert, jedoch nicht benotet. Die Schule ermöglicht den Schüler/-innen am Ende der Sekundarstufe I die Teilnahme an der Zentralen Prüfung Englisch zum Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder zum Mittleren Schulabschluss.
Schüler/-innen aus den Internationalen Förderklassen (IFK) der Berufskollegs werden nicht zur
Sprachfeststellungsprüfung zugelassen. Ihr Bildungsgang sieht die Möglichkeit vor, einen dem
Hauptschulabschluss gleichwertigen Schulabschluss zu erwerben, wobei eine nicht ausreichende
Leistung im Fach Englisch unberücksichtigt bleibt. Somit ergibt sich für diese Schüler/-innengruppe
keine Notwendigkeit, eine Feststellungsprüfung durchzuführen.

Kontakt

SCHULAUFSICHT:
Andrea Kramer
Schulamtsdirektorin im
Schulamt für die Stadt Münster
Generale Integration
Tel.: 0251/492-4007
E-Mail: KramerAndrea@stadt-muenster.de
FACHBERATUNG:
Dr. Reinhard Kottmann
Fachberater im Bereich Integration durch
Bildung im Schulamt für die Stadt Münster
Tel.: 0251/492-2816
E-Mail: Kottmann@stadt-muenster.de

41

Mitreden auch auf Deutsch – Club D

Was?
(Angebot)

Lernen mit viel Spaß und ohne Zensuren: Der Club D bietet zugewanderten Kindern und Jugendlichen ohne oder mit geringen Deutschkenntnissen Unterstützung beim Lernen der deutschen
Sprache an. Gelernt wird auf verschiedenen Sprachniveaus in kleinen Gruppen ohne Notenstress
mit bewährten, jugendgerechten DaF/DaZ-Materialien.
Ein Einstieg ist auch während des bereits laufenden Schuljahrs möglich.
Die Kinder und Jugendlichen lernen in drei Altersgruppen:
»10-12 Jahre,
»13-15 Jahre,
»16-18 Jahre.

Für wen?
(Zielgruppe)

Schüler/-innen ab Klasse 5 ohne oder mit geringen Vorkenntnissen in der deutschen Sprache.

Warum?
(Ziele)

Club D hilft, sich im Alltag besser orientieren zu können. Das zusätzliche Sprachtraining vermittelt
mehr Sicherheit in der Sprache und unterstützt die Kinder und Jugendlichen dabei, in der Schule
erfolgreich zu lernen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadt Münster, Volkshochschule (vhs).

Wo?

In den Räumen der Volkshochschule (vhs), Aegidimarkt 3, Münster.

Wann?

Ein- bis zweimal in der Woche, nachmittags.

Kosten und
Anmeldefristen

Club D ist für die teilnehmenden Schüler/-innen ein kostenloses Angebot.

Anmeldeverfahren

Die Spracheinstufung, Beratung und Anmeldung erfolgt im Rahmen der Sprachberatung „Deutsch
als Fremdsprache“ in den Räumen des Info-Treffs der Volkshochschule, Aegidimarkt 3, montags von
14 – 16 Uhr sowie donnerstags von 14 – 18 Uhr (nicht in den Schulferien).

Weitere
Hinweise

Bei regelmäßiger Teilnahme erhalten die Schüler/-innen eine positive Bemerkung auf dem Zeugnis.

Ein Einstieg ist auch während des Schuljahres möglich.

Der mehrsprachig abgefasste Flyer „Mitreden? Auch auf Deutsch. Na klar!“ bietet alljährlich einen
aktuellen Überblick über die Club D-Kurse.
Er ist an allen weiterführenden Schulen, in Auslagen der Stadt sowie der Volkshochschule (vhs)
erhältlich.

Kontakt

42

Heike Epping-Hellrung
Volkshochschule Münster
Tel.: 0251/ 492-4362
E-Mail: Epping-Hellrung@stadt-muenster.de

Programm Rucksack Schule
für Kinder im Grundschulalter
Was?
(Angebot)

Das Programm Rucksack Schule basiert auf der sprachwissenschaftlichen Erkenntnis, dass für einen
guten Erwerb der deutschen Sprache eine solide Basis in den Herkunfts-/Familiensprachen unterstützend wirkt.
Es richtet sich an Kinder und Eltern/Familien mit und ohne internationale Familiengeschichte.
Bedingung für die Durchführung des Programms ist die Anbindung an die Schule: Die Eltern und
die Schule gehen eine Bildungspartnerschaft ein, bei der der systematische Aufbau bildungssprachlicher Fähigkeiten im Fokus steht, wobei die Förderung der Herkunfts-/Familiensprache und die Förderung der deutschen Sprache Hand in Hand gehen. Konkret heißt das, dass Eltern zu Hause bzw. in
alltäglichen Situationen Themenbereiche des Klassenunterrichts in gezielten Übungseinheiten in
der Herkunfts-/Familiensprache aufgreifen.
Fachlich angeleitet werden sie im Rahmen wöchentlicher Elterntreffen durch entsprechend qualifizierte, mehrsprachige Elternbegleiter/-innen. Unterstützt wird die Arbeit von und mit den Eltern
durch die mehrsprachigen Rucksack Schule-Materialien, die an die Unterrichtsinhalte anknüpfen und
von den Eltern für Übungen in der jeweiligen Herkunfts-/Familiensprache genutzt werden können.
Das Programm läuft über einen Zeitraum von neun Monaten. Es begreift sich als Angebot zur
diversitätsbewussten und interkulturellen Unterrichts- und Schulentwicklung. Für die Elternbegleiter/-innen und die von schulischer Seite beteiligten Fachkräfte („Kontaktlehrkräfte“) finden regelmäßige Qualifizierungen und Reflexionstreffen statt.

Für wen?
(Zielgruppe)

Grundschulen bzw. mehrsprachig aufwachsende Grundschulkinder und ihre Eltern.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Programms sind:
»e
 ine durchgängige sprachliche Bildung zu unterstützen,
»s prachliche Vielfalt, Ressourcen und Kompetenzen wertzuschätzen und zu fördern,
»d
 ie interkulturelle Öffnung von Schule zu unterstützen,
»E ltern in die Bildungsarbeit von Schule einzubeziehen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Kommunales Integrationszentrum Münster.

Wo?

In der Schule.

Wann?

Das Programm startet in der Regel nach den Herbstferien.

Kosten und
Vorlaufzeit

Das Angebot ist für die Grundschulen bzw. die Grundschulkinder und ihre Eltern kostenlos.
Schulen, die an dem Programm teilnehmen wollen, sollten zu Beginn eines Kalenderjahres Kontakt
zum Kommunalen Integrationszentrum aufnehmen, damit vor dem Start des Programms im Herbst
ein hinreichender Planungs- und Vorbereitungszeitraum gewährleistet ist.

Weitere
Hinweise

Die Universität Hamburg hat eine Evaluation des Programms durchgeführt. Die Kurzzusammenfassung der Ergebnisse finden Sie unter:
kommunale-integrationszentren-nrw.de/sites/default/files/public/system/downloads/kurzzusammenfassung_erkenntnisse_evaluation_rucksack_schule_lengyel_u.a.pdf

Kontakt

Kristina Schöning
Kommunales Integrationszentrum Münster
Tel.: 492-7094
E-Mail: SchoeningK@stadt-muenster.de

43

Mulingula – Multilinguale Leseaktivitäten
an Grundschulen
Was?
(Angebot)

Mulingula ist ein mehrsprachiges Vorleseprojekt für Grundschulen, das die sprachliche Vielfalt von
Kindern als selbstverständliches Merkmal einer interkulturellen Schul- und Bildungskultur aufgreift. Bei
Mulingula lesen Muttersprachler/-innen den Kindern einmal wöchentlich Kindertexte in ihren Erstsprachen vor. Auf diese Weise wird den Kindern ein grundlegender Zugang zur Bildungssprache eröffnet:
Vorlesen geschieht mündlich, doch der Inhalt wird vermittelt über die Schriftsprache, so dass Kinder Erzählstrukturen, wie Reihenfolgen, logische Textzusammenhänge und grammatische Aspekte, die nur in
der Schriftsprache vorkommen, erfassen und somit wichtige Texterfahrungen sammeln. Dabei erhalten
die Kinder Raum, ihr Sprachwissen einzubringen und sammeln Erfahrungen im Umgang mit herkunftssprachlicher Literatur. Sie reden gemeinsam über den Text, setzen Szenen in Bilder oder in ein Spiel um.
Die Vorlesestunden sind im Stundenplan der Kinder fest verankert.
Das Team der Vorleser/-innen vertritt aktuell neun verschiedene Sprachgruppen: Albanisch, Arabisch, Farsi, Kurdisch, Romanes, Russisch, Serbisch, Tamilisch und Türkisch. Zeichnet sich ein Bedarf
an weiteren Sprachen ab, so werden Muttersprachler/-innen gesucht und in das Team integriert.

Für wen?
(Zielgruppe)

Grundschulen mit Kindern aus zugewanderten Familien, deren Familiensprache eine andere als
Deutsch ist.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele von Mulingula sind:
»Leselust zu wecken und eine nachhaltige Lesemotivation aufzubauen, die auf positiven
Vor-Lese-Erlebnissen der Kinder in ihrer Herkunftssprache aufbaut,
»die Sprach- und Leseentwicklung gezielt zu unterstützen,
»grundlegende Textkompetenzen aufzubauen und zu fördern,
»einen Zugang zur Bildungssprache zu eröffnen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Mulingula ist ein Kooperationsprojekt des Schulamtes für die Stadt Münster und des Amtes für
Schule und Weiterbildung, das seit Februar 2015 unter dem Dach des Kompetenzteams Münster
angesiedelt ist.

Wo und
wann?

Die Vorlesestunden finden einmal wöchentlich während des Schulvormittags in der Schule statt;
sie sind fest im Stundenplan verankert.

Kosten und
Vorlaufzeit

Für die teilnehmenden Grundschulen fallen keine Kosten an.
Das Projekt kann mit einer Vorlaufzeit von etwa sechs Wochen realisiert werden.

Weitere
Hinweise

Mulingula bietet außerdem an Grundschulen, an denen das Vorleseprojekt verankert ist, zweisprachige Vorleseworkshops in einer Klasse für alle Kinder an. So können die deutschsprachigen Kinder
die jeweilige Herkunftssprache von Mitschüler/-innen wahrnehmen und Kinder literaturbezogene
Begegnungen mit anderen Sprachkulturen erleben.

Kontakt

Krystyna Strozyk
E-Mail: krystyna.strozyk@kt.nrw.de oder
E-Mail: mulingula@stadt-muenster.de
Christiane Finger
E-Mail: Christiane.finger@aol.de oder
E-Mail: mulingula@stadt-muenster.de

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Mulingula–Lesegeschichten: Mehrsprachige Kinderbücher und Lernangebote in der Zielsprache Deutsch
auf der Webseite mulingula-praxis
Was?
(Angebot)

Auf der Webseite mulingula-praxis finden sich ausgewählte Kindertexte namhafter und beliebter Buchautor/-innen, die diese dem Projekt „Mulingula“ als Geschenk überlassen haben:
https://www.mulingula-praxis.de/
Die Texte stehen in den Sprachen Arabisch, Farsi, Romanes, Russisch, Tamil und Türkisch als Hörund Lesedateien zur Verfügung. Die Kinder können wählen: Sie hören oder lesen in der Herkunftssprache oder auf Deutsch oder in beiden Sprachen.
Zu jeder Geschichte gibt es interaktive Lernangebote zum Hören, Lesen und Schreiben. In individualisierten Unterrichtsphasen können Kinder damit selbstständig am PC oder am Tablet arbeiten.
Die Texte und Bilder stehen aber auch zum Download zur Verfügung und können somit auch offline, z.B. für eine angeleitete gemeinsame Erschließung, genutzt werden.
Für Lehrkräfte finden sich auf der Webseite zu jedem Kindertext zusätzliche Lehrmaterialien zum
Download. Alle Übungen beziehen sich konsequent auf das Wort- und Sprachmaterial des jeweiligen Kindertextes.

Für wen?
(Zielgruppe)

Grundschulen mit Kindern aus zugewanderten Familien, deren Familiensprache eine andere als
Deutsch ist.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele der Mulingula-Lesegeschichten sind:
»Leselust zu wecken und eine nachhaltige Lesemotivation aufzubauen,
»eigenständige Lese- und Lernerfahrungen zu ermöglichen,
»die Sprach- und Leseentwicklung gezielt zu unterstützen,
»einen Zugang zur Bildungssprache zu eröffnen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Mulingula ist ein Kooperationsprojekt des Schulamtes für die Stadt Münster und des Amtes für
Schule und Weiterbildung, das seit Februar 2015 unter dem Dach des Kompetenzteams Münster
angesiedelt ist.

Weitere
Hinweise

Eine genaue Kenntnis der jeweiligen Lernvoraussetzungen der Schüler/-innen ist die Bedingung für
einen differenzierten Einsatz der Lehrmaterialien.

Kontakt

Krystyna Strozyk
E-Mail: krystyna.strozyk@kt.nrw.de oder
E-Mail: mulingula@stadt-muenster.de
Christiane Finger
E-Mail: Christiane.finger@aol.de oder
E-Mail: mulingula@stadt-muenster.de

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DaZ-Förderprojekt Sprachförderung
für zugewanderte Kinder und Jugendliche
Was?
(Angebot)

Im Rahmen des Projekts Sprachförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche
führen Lehramtsstudierende ein ganzes Schuljahr lang an Grund- und weiterführenden Schulen in
Münster DaZ-Förderunterricht durch.
Fachlich ausgebildet, angeleitet und begleitet werden sie durch das Centrum für Mehrsprachigkeit
und Spracherwerb (CEMES) des Germanistischen Instituts der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster (WWU).
Die beteiligten Studierenden haben mindestens das dritte Fachsemester Bachelor Germanistik bzw.
Lehramt Deutsch oder eines Fremdsprachenstudiums abgeschlossen. Im Schuljahr 2020/21 sind 18
Studierende in das Projekt eingebunden.
Der DaZ-Förderunterricht umfasst vier Unterrichtsstunden pro Woche und findet in Kleingruppen
von vier Schüler/-innen statt.

Für wen?
(Zielgruppe)

Grund- und weiterführende Schulen mit einem hohen Anteil an zugewanderten Schüler/-innen mit
Förderbedarf in Deutsch. Die Auswahl der Schulen trifft die Schulaufsicht in Abstimmung mit dem
Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des DaZ-Förderprojekts sind:
»die Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zu
unterstützen,
»einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Bildungschancen zu leisten,
»Lehramtsstudierenden wertvolle Praxiserfahrungen für ihre zukünftige Profession
als Lehrer/-in zu eröffnen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster in Kooperation mit dem Centrum für
Mehrsprachigkeit und Spracherwerb (CEMES) des Germanistischen Instituts der Westfälischen
Wilhelms-Universität (WWU) Münster.

Wo und
wann?

Die DaZ-Förderung umfasst ein Schuljahr lang vier Unterrichtsstunden pro Woche und erfolgt
an und in Absprache mit den beteiligten Schulen.

Kosten

Für die teilnehmenden Schulen fallen keine Kosten an.

Kontakt

Dr. Agnieszka Gedack
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4028
E-Mail: Gedack@stadt-muenster.de
Janine Vogel
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4008
E-Mail: VogelJ@stadt-muenster.de

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JEKISS-DaZ: Singend Sprache lernen

Was?
(Angebot)

JEKISS-DaZ erweitert das JEKISS Projekt, indem es die bewährte Singlernförderung und Grundmusikalisierung um eine intensivierte Förderung in der deutschen Sprache erweitert: Ein speziell
entwickelter Förderunterricht in Kleingruppen von acht bis fünfzehn Teilnehmer/-innen ermöglicht
Kindern, die noch nicht in der Lage sind, alles zu verstehen oder sich in einer großen Gruppe zu
verorten, einen musikalischen Einstieg in die deutsche Sprache.
An den teilnehmenden Grundschulen arbeitet die DaZ-Lehrkraft einmal in der Woche im Rahmen
einer Schulstunde im Tandem mit der JEKISS-Chorlehrkraft mit Kleingruppen von acht bis fünfzehn
Kindern. Die Aufgabe der DaZ-Lehrkraft ist es, Worte und inhaltliche Zusammenhänge bildlich und
sprachlich zu erläutern, während die JEKISS-Chorlehrkraft das Gelernte über Gesang, Rhythmus und
Bewegung vertieft. Die gelernten Inhalte können im Klassenunterricht oder im Schulsingen angewandt und mit anderen Kindern musikalisch geteilt werden.

Für wen?
(Zielgruppe)

Grundschulen, die sich auch am JEKISS-Projekt beteiligen bzw. beteiligen möchten.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des JEKISS-DaZ-Projektes sind:
»Kindern dabei zu helfen, sprachliche, soziale und kulturelle Barrieren zu überwinden,
»das Selbstbewusstsein der Kinder durch den Einsatz der eigenen Singstimme zu stärken,
»musikalische und sprachliche Förderung miteinander zu verbinden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadt Münster, Westfälische Schule für Musik.

Wo?

In den sich beteiligenden Schulen.

Kosten,
Verfahren,
Vorlaufzeit

Das Projekt JEKISS-DaZ ist für die teilnehmenden Schulen ein kostenloses Angebot, das das pädagogische Programm an „singenden“ JEKISS-Grundschulen um ein Integrationsprogramm erweitert.
Eine Beteiligung ist auf Antrag bei der Westfälischen Schule für Musik möglich.
An JEKISS-DaZ interessierte Schulen sollten bis zum 30. Mai oder 30. November eines Kalenderjahres Kontakt zur Westfälischen Schule für Musik aufnehmen, damit ein hinreichender Planungs- und
Vorbereitungszeitraum gewährleistet ist.

Kontakt

Inga Mareile Reuther
Westfälische Schule für Musik
Tel.: 0251/ 492-4418 (Mo: 16.00 – 18.00 Uhr, Di: 12.30 – 13.45 Uhr)
E-Mail: Reuther@stadt-muenster.de

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Deutschsommer für Grundschulkinder –
Ferien, die schlau machen

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Was?
(Angebot)

Der Deutschsommer der Stiftung Mitmachkinder ist ein dreiwöchiges Ferienprogramm für Grundschulkinder, bei dem es um die deutsche Sprache in ihrer Gesamtheit geht. Schriftsprache, Erweiterung des Wortschatzes, freies Sprechen, Grammatik und Rechtschreibung sind die Themen im
Deutschsommer. Die Kinder entwickeln ein besseres Verständnis dafür, wie die deutsche Sprache
funktioniert.
Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches und methodisch vielfältiges Angebot aus
Deutsch- und Theaterunterricht sowie Sport und Spielen, das von einem Team aus sozialpädagogischen Fachkräften, Deutschlehrkräften und Theaterpädagogen durchgeführt wird.

Für wen?
(Zielgruppe)

Das Angebot ist konzipiert für Schüler/-innen am Ende der dritten Klasse, denen bildungssprachliche Deutschkenntnisse fehlen. Der Deutschsommer richtet sich an Kinder, die alltagssprachlich gut
zurechtkommen, aber z.B. noch Schwierigkeiten haben, Bücher zu lesen, eine Textaufgabe richtig
zu entschlüsseln oder einen längeren Text im Sachkundeunterricht zu verstehen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Deutschsommers sind:
»die bewusste Wahrnehmung der deutschen Sprache zu fördern,
»die deutsche Sprache spielerisch zu vertiefen,
»den Wortschatz zu erweitern,
»den kreativen Umgang mit Sprache zu fördern,
»Lese und Schreibkompetenzen zu fördern und
»bessere Ausgangsbedingungen für den weiteren Schulbesuch zu schaffen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Die kommunale Stiftung Bürgerwaisenhaus mit ihrem Stiftungsfonds Mitmachkinder führt den
Deutschsommer in Münster durch. Sie kooperiert dabei mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt am Main, die den Deutschsommer entwickelt hat.

Wann?

Drei Wochen in den Sommerferien, montags bis freitags, ca. 9.00 – 16.00 Uhr.

Wo?

Der Deutschsommer findet in Münster statt. In den drei Wochen ist aber ggf. ein mehrtägiger
Aufenthalt mit Übernachtung in einer Jugendherberge im Umland enthalten.

Kosten

Für die Teilnehmenden fällt ein Kostenbeitrag von 30 Euro an.

Anmeldeverfahren

Die Anmeldung der Kinder erfolgt über die Grundschulen.
Die Schulen erhalten Anfang des Kalenderjahres von der Stiftung Mitmachkinder einen Ordner mit
allen Informationen und Materialien, die für die Anmeldung benötigt werden (sprachdiagnostischer Test, Anmeldeunterlagen etc.).
Die Schulen treffen eine Vorauswahl der in Frage kommenden Drittklässler/-innen, führen den
Sprachtest durch und sprechen mit den Eltern, die natürlich erlauben müssen, dass ihr Kind teilnimmt.
Die Anzahl der Plätze im Deutschsommer ist begrenzt.

Weitere
Hinweise

Der Deutschsommer Münster wird von der Westfalen AG und der Stiftung Piepenhorst unterstützt.
Auf der Homepage der Stiftung Mitmachkinder sind unter dem Menüpunkt Programme/Projekte
die Deutschsommer der Jahre 2017, 2018 und 2019 anschaulich dokumentiert und vermitteln
einen überzeugenden Eindruck von der inhaltlichen und methodischen Vielfalt des Projekts:
www.mitmachkinder.de/

Kontakt

Martina Kreimann
Geschäftsstelle Kommunale Stiftungen Münster
Tel.: 0251/ 492-5903
E-Mail: Kreimann@stadt-muenster.de

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Ferienangebot MitSprache –
Sprach-Intensivkurse in Deutsch und Englisch
Was?
(Angebot)

MitSprache bietet in allen Schulferien Sprachintensivkurse an. Dabei erfahren zugewanderte Kinder
und Jugendliche über kultur- und erlebnispädagogische Elemente Spaß am Lernen und verbessern
ihre Sprachkenntnisse.
Folgende Angebote sind fest in allen Schulferien installiert:
Deutsch lernen:
»Intensivkurse für Anfänger/-innen und fortgeschrittene Anfänger/-innen,
»MitSprache auf der Bühne – Theater-Sprachkurse für fortgeschrittene Anfänger/-innen und Fortgeschrittene,
»Schreibwerkstatt für Fortgeschrittene.
Englisch lernen:
»Intensivkurse für fortgeschrittene Anfänger/-innen.
Die Kinder und Jugendlichen lernen in drei Altersgruppen:
»6-9 Jahre,
»10-13 Jahre,
»14-17 Jahre.
Je nach Angebot finden die Kurse in einem Zeitraum von ein, zwei oder drei Wochen statt.
Außerdem umfasst die Angebotspalette von MitSprache diverse Ferienworkshops (z.B. in den
Bereichen Film, Theater, Kunst, Musik), die bedürfnisorientiert konzipiert und kontinuierlich weiter
entwickelt werden.

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Für wen?
(Zielgruppe)

Zugewanderte Schüler/-innen mit Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kenntnissen in Deutsch und/
oder Englisch, die eine allgemeinbildende Schule besuchen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele der Mit-Sprache-Kurse sind:
»Deutsch bzw. Englisch spielerisch und in alltäglichen Situationen zu erlernen,
»die Stadt kennenzulernen,
»die sprachliche Bewältigung des Schul-, Lern- und Lebensalltags zu erleichtern,
»Kreativität und sprachliche Förderung miteinander zu verbinden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Amt für Schule und Weiterbildung der Stadt Münster in Zusammenarbeit mit vielfältigen
Kooperationspartner/-innen, u.a. aus den Bereichen Theater, Kunst, Musik, Literatur, Geschichte,
Medienpädagogik.

Wo?

Die Kurse finden an unterschiedlichen Lernorten in der Stadt Münster statt (z.B. in der OxfordKaserne, im Paul-Gerhardt-Haus, im Theaterpädagogischen Zentrum, in Schulräumen).

Wann?

Je nach Angebot in den Osterferien und/ oder Sommerferien und/ oder Herbstferien,
i.d.R. von 9.00 – 14 Uhr (mittags gibt es einen Imbiss).

Kosten und
Anmeldefristen

Für die Teilnehmenden fallen keine Kosten an.
Anmeldungen werden bis zu drei Wochen vor dem jeweiligen Ferienbeginn erbeten.
Da die Kurse stark nachgefragt sind, empfiehlt sich eine möglichst frühzeitige Anmeldung.

Anmeldeverfahren

Die Anmeldung erfolgt per Anmeldebogen, der telefonisch oder per E-Mail durch interessierte
Schüler/-innen, Eltern oder die Schule beim Amt für Schule und Weiterbildung angefragt werden
kann.

Weitere
Hinweise

Ein Flyer bietet alljährlich einen aktuellen und detaillierten Überblick über alle MitSprache-Kurse.
Er ist an allen Schulen, in Auslagen der Stadt und im Amt für Schule und Weiterbildung erhältlich.
Sie finden ihn außerdem auf der Homepage des Amtes für Schule und Weiterbildung unter
www.stadt-muenster.de/schulamt/zuwanderung-und-schule/deutsch-lernen.html
Über das Amt für Schule und Weiterbildung kann außerdem die mobile Sprachbox MitSprache
unterwegs entliehen werden. Sie enthält ausgewählte Materialien für den Unterricht im Bereich
Deutsch als Zweitsprache. Die Materialien eignen sich zur spielerischen und selbstgesteuerten
Erarbeitung des Wortschatzes und zur individuellen Sprachförderung. Die Leihfrist für die
MitSprache-Box beträgt vier Wochen.

Kontakt

WEITERFÜHRENDE SCHULEN:
Dr. Agnieszka Gedack
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel.: 0251/ 492-4028
E-Mail: Gedack@stadt-muenster.de
GRUNDSCHULEN:
Janine Vogel
Amt für Schule und Weiterbildung
Tel: 0251/ 492-4008
E-Mail: VogelJ@stadt-muenster.de

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Sprachbildungsnetzwerke
Grundschule/OGS und Sek I/II
Was?
(Angebot)

Die Sprachbildungsnetzwerke sind offene Netzwerke, in denen es um den Austausch von Erfahrungen und Wissen rund um die sprachliche Bildung in Schule geht. Dabei liegt der Fokus auf einer
durchgängigen Sprachbildung.
In zwei schulformübergreifenden Netzwerken – Primarstufe/ OGS sowie Sek I/ II – entwickeln die
Beteiligten Ideen und Strategien, die geeignet sind, den Erwerb der Bildungsprache systematisch zu
fördern, Verstehensprozesse zu erleichtern und mehrsprachige Ressourcen einzubeziehen, um die
Sprachbildung zu unterstützen.
Die Teilnehmenden erstellen, erproben und überarbeiten Materialien und Methoden, reflektieren
ihre Arbeit und tauschen sich kollegial aus. Darüber hinaus werden Materialien, die sich in der
Praxis bereits bewährt haben, vorgestellt.
Die Sprachbildungsnetzwerke treffen sich viermal im Jahr.

Für wen?
(Zielgruppe)

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Lehrkräfte aller Unterrichtsfächer, Fachleute der Schulsozialarbeit sowie Mitarbeitende des Offenen
Ganztags aus Münster.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele der Sprachbildungsnetzwerke sind:
»Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Vernetzung zu fördern,
»für eine vorurteilsbewusste Pädagogik zu sensibilisieren,
»eine durchgängige Sprachbildung im Lebensraum Schule zu implementieren,
»sprachsensiblen Fachunterricht, auch unter Ausschöpfung der Möglichkeiten im Kontext der
Digitalisierung, zu unterstützen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Die Netzwerkarbeit wird koordiniert vom Kommunalen Integrationszentrum Münster (KI).

Wo?

Die Räumlichkeiten, in denen die Sprachbildungsnetzwerke sich treffen, werden kurzfristig
abgesprochen.

Wann?

Die Termine der Sprachbildungsnetzwerke sind online abrufbar unter:
www.muenster.de/stadt/zuwanderung/aktuelles

Kosten

Sprachbildungsnetzwerke sind für die Teilnehmenden ein kostenloses Angebot.

Anmeldeverfahren

Wer an den Netzwerktreffen teilnehmen möchte, meldet sich beim Kommunalen
Integrationszentrum Münster.
Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Weitere
Hinweise

Kommunale Integrationszentren gibt es in allen kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens. Sie werden von der übergeordneten Landeskoordinierungsstelle (LaKi) beraten und begleitet.
Auf den Webseiten der Landeskoordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren NRW
finden sich ausgewählte Materialien, wie z.B. Literaturlisten, mehrsprachiges Informationsmaterial,
Arbeitsblätter für kreativen Unterricht in mehrsprachigen Klassen:
kommunale-integrationszentren-nrw.de/node/277

Kontakt

GRUNDSCHULE/OGS:
Sarah Rieke
Kommunales Integrationszentrum
Münster
Tel.: 0251/ 492-7083
E-Mail: RiekeS@stadt-muenster.de
SEK I/II:
Peninna-Isabell Knollmann
Kommunales Integrationszentrum
Münster
Tel.: 0251/ 492-7084
E-Mail: Knollmann@stadt-muenster.de

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Schwimmen

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Ferienschwimmkurse für (geflüchtete) Kinder
Was?
(Angebot)

Ferienschwimmkurse, in deren Rahmen ca. 10 Kinder pro Gruppe unterrichtet werden, die von
erfahrenen Schwimmlehrer/-innen angeleitet werden.

Für wen?
(Zielgruppe)

Kinder der 4. und 5. Klassen, die noch nicht schwimmen können.

Warum?
(Ziele)

Schwimmen macht Spaß, ist gesund, fördert Bewegungserfahrungen und stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder. Einige Kinder hatten aber noch keine Gelegenheit, das Schwimmen zu erlernen.
Diese Lücke im Übergang zwischen Grund- und weiterführender Schule soll durch die Ferienschwimmkurse geschlossen werden, zumal Schwimmen eine verbreitete Kulturtechnik darstellt.
Darüber hinaus kann es bei Ausflügen und im Rahmen des Sportunterrichts ein Sicherheitsrisiko
darstellen, wenn Kinder das Schwimmen nicht erlernt haben. Auch daher sollten sie die Gelegenheit erhalten, sich die entsprechenden Fähigkeiten anzueignen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Sportamt der Stadt Münster in Kooperation mit dem Stadtsportbund Münster e.V. und den Sportvereinen in Münster.

Wo?

Das Kursangebot findet verteilt über das Stadtgebiet in allen Hallenbädern der Stadt Münster statt.

Wann?

Die Schwimmkurse werden in den Oster- und in den Herbstferien angeboten.
In den jeweiligen Ferienwochen findet montags bis freitags je eine Kurseinheit im Umfang einer
Zeitstunde statt; ausgenommen sind gesetzliche Feiertage: Statt Karfreitag und Ostermontag findet
der Schwimmunterricht jeweils am darauf folgenden Samstag statt.

Kosten und
Anmeldefrist

Die Ferienschwimmkurse sind für die Schüler/-innen ein kostenloses Angebot, zu dem die Kinder
ca. vier Wochen vor dem jeweiligen Ferienbeginn angemeldet werden sollten.

Anmeldeverfahren

Die Anmeldunvg erfolgt über die Schulen beim Sportamt der Stadt Münster.
Die Schulen werden ca. acht Wochen vor den jeweiligen Ferien durch das Sportamt angeschrieben
und erhalten die notwendigen Anmeldeformulare. Jede Schule kann bis zu vier Kinder anmelden;
die Auswahl der teilnehmenden Kinder trifft die Schule. Mit der Anmeldung gilt die Teilnahme als
verbindlich.
Sollte es nach Abschluss des Anmeldeverfahrens überzählige Plätze geben, erfolgt eine gesonderte
Information an die Schulen durch das Sportamt.

Weitere
Hinweise

Gerne informiert Sie das Sportamt (Herr Imsieke) über weitere Anbieter von Schwimmkursen wie
auch weitere Sportmöglichkeiten für (geflüchtete) Kinder und Jugendliche in Münster.
Informationen zum Thema „Integration und Sport“ finden Sie außerdem auf der Webseite des
Stadtsportbundes Münster e.V.:
https://ssb.ms/integration/

Kontakt

Thorsten Imsieke
Sportamt
Tel.: 0251/ 492-5214
E-Mail: Imsieke@stadt-muenster.de

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Schwimmfibel in
mehreren Sprachen
	Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKi) und die Landesstelle für den Schulsport haben gemeinsam eine Schwimmfibel in mehreren Sprachen entwickelt, die vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der
Unfallkasse Nordrhein-Westfalen veröffentlicht worden ist.
	Zielgruppe der Schwimmfibel sind Kinder, die keine oder nur geringe Schwimmerfahrungen
haben.
	Unter dem Titel „Schwimmen lernen in der Schule – einfach und sicher. Zweisprachige Tipps
und Informationen für Kinder und Jugendliche mit wenig Schwimmerfahrung“ enthält die
Schwimmfibel grundlegende Informationen zum Schwimmbadbesuch und zum schulischen
Schwimmunterricht.
	Die Schwimmfibel liegt in jeweils zweisprachiger Form (Deutsch + weitere Sprache) in acht
Versionen vor: Deutsch-Arabisch, -Bulgarisch, -Englisch, -Farsi, -Französisch, -Rumänisch, -Russisch, -Türkisch.
	Die Schwimmfibel kann von der Webseite des Schulportals des Landes Nordrhein-Westfalen
wie auch von der Webseite der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen heruntergeladen werden.
Über die Unfallkasse können mit dem Suchbegriff „Schwimmen lernen in der Schule“ auch
gedruckte Exemplare aller acht Versionen bestellt werden.
https://www.schulsport-nrw.de/home.html
https://www.unfallkasse-nrw.de/service/medien.html

Teilnahme von muslimischen
Schülerinnen am Schwimmunterricht
	Rechtlich gesehen besteht i.d.R. keine Möglichkeit, muslimische Schülerinnen aus religiösen
Gründen vom Schwimmunterricht zu befreien. Sie können zum Schwimmen einen sogenannten „Burkini“ (Badeanzug mit hoch geschlossenem Kragen und fest sitzender Kopfbedeckung)
tragen, der rechtlich als Bade- und Schwimmbekleidung gilt, die eine Teilnahme am Schwimmunterricht ermöglicht, ohne in einen Glaubenskonflikt zu geraten.
	Genauere Informationen zur diesbezüglichen Rechtsprechung finden Sie
auf der Webseite des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes
Nordrhein-Westfalen:
w ww.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Aktuelle-rechtliche-Themen/
Schwimmunterricht-Muslime/index.html

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57

Teilnahme an
Ausflügen und Klassenfahrten
Wenn Ausflüge und Klassenfahrten geplant sind, hängt es von verschiedenen Faktoren, wie z. B.
dem Reiseziel und der Nationalität bzw. dem Aufenthaltsstatus des zugewanderten Kindes ab, ob
eine Teilnahme erlaubt ist. Lehrkräfte können sich zunächst telefonisch bei der Ausländerbehörde
nach möglichen Einschränkungen erkundigen. Dafür sind Namen, Nationalitäten und Aufenthaltsstatus sowie Geburtsdaten der betreffenden Kinder erforderlich. Falls benötigt kann für Ausflüge
und Klassenfahrten innerhalb des Bundesgebietes die erforderliche Genehmigung direkt oder
zumindest kurzfristig erteilt werden.
Klassenfahrten innerhalb der Europäischen Union
Kinder und Jugendliche mit deutscher Staatsangehörigkeit oder der Staatsangehörigkeit eines
EU-Mitgliedsstaates benötigen für eine Klassenfahrt in ein Land der EU, das zu den Schengener
Staaten gehört, nur ihren Kinderausweis bzw. ihren Personalausweis. Für sie, als EU-Bürger/-innen,
besteht für eine Reise in EU-Schengener Staaten keine Visapflicht.
Kinder anderer Staatsangehörigkeiten (Nicht-EU-Bürger/-innen) benötigen einen Nationalpass
und/ oder einen Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis). In ihrem
Fall ersetzt in den EU-Schengener Staaten der deutsche Aufenthaltstitel die Visapflicht.
Wenn Schüler/-innen keinen eigenen Pass besitzen, keinen Aufenthaltstitel haben oder aber ein
Visum benötigen, weil die Reise in ein EU-Land geht, das nicht Mitglied der EU-Schengener Staaten
ist (z.B. Irland), ist es hilfreich die sogenannte „Reisendenliste“ zu nutzen, um Grenzen problemlos
überqueren zu können.

Reisendenliste
Die Reisendenliste wird auf Antrag der Schule vom Rechts- und Ausländeramt der Stadt Münster
ausgestellt.
Das funktioniert folgendermaßen:
Die Schule reicht im Rahmen eines formlosen Antrags beim Rechts- und Ausländeramt eine Übersicht über alle Schüler/-innen, die in die Reisendenliste aufgenommen werden sollen, ein.
Das Rechts- und Ausländeramt benötigt:
»zu jedem Kind bzw. Jugendlichen: Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit,
»ein Passfoto (biometrisches Lichtbild) für jede/n Schüler/-in, der/die keinen Pass besitzt,
»eine Passkopie für jede/n Schüler/-in, der/die einen Pass besitzt
»eine Information über das Reiseziel und die Reisedauer,
»die Namen der begleitenden Lehrkräfte,
»fünf Euro Bearbeitungsgebühr pro Kind.
Die Unterlagen sind mindestens 10 Tage vor Beginn der Reise einzureichen. Zur Abholung vereinbart die Schule einen Termin mit dem Rechts- und Ausländeramt. Die Schulleitung bestätigt die
Angaben auf der Originalliste mit dem Dienstsiegel.

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Ergänzende Information: Biometrisches Lichtbild
Aufenthaltstitel, Bescheinigungen und Personaldokumente müssen seit dem 01.01.2006 mit
einem biometrischen Lichtbild versehen werden, welches folgende Voraussetzungen erfüllen
muss:
»nicht älter als sechs Monate,
»Lichtbildgröße von 35x45 mm, wobei das Gesicht in einer Höhe von
32 bis 36 mm dargestellt wird,
»gerade Kopfhaltung (frontal – nicht geneigt, gedreht oder gekippt),
»Gesichtsausdruck neutral, Lippen geschlossen,
»Augen offen und deutlich sichtbar (auch bei Brillenträgern),
»Foto scharf, kontrastreich, gleichmäßig ausgeleuchtet und mit einfarbigem Hintergrund, nicht
geknickt, verunreinigt oder beschädigt.
Weitere Hinweise:
Bitte beachten Sie, dass für Klassenfahrten in die EU-Osterweiterungsstaaten und nach Großbritannien zum Teil abweichende Regelungen gelten. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall unbedingt
an die entsprechende Botschaft des Landes und informieren Sie sich über die Einreisemodalitäten.
Da für eine Reisegruppe nur eine Reisendenliste ausgestellt werden kann, ist der Antrag hierfür
von der Schule und nicht von einem/einer Schüler/-in zu stellen. Die Liste kann nur an eine Lehrkraft oder eine durch Vollmacht autorisierte Person ausgehändigt werden.
Deutsche Schüler/-innen, die keinen eigenen Pass oder Passersatz besitzen, müssen rechtzeitig bei
der Meldebehörde einen Antrag auf Ausstellung eines Kinderreisepasses oder Personalausweises
stellen.
Schüler/-innen aus anderen EU-Staaten müssen sich in diesem Fall an die für sie zuständige Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) wenden.

Klassenfahrten außerhalb der Europäischen Union
Liegt das Ziel einer Klassenfahrt in einem Land, das nicht der EU angehört, brauchen alle Schüler/-innen Pässe und meist auch Visa.
In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an die Auslandsvertretung des jeweiligen Landes.
Informationen zu den Auslandsvertretungen finden Sie im Internet unter:
www.auswaertiges-amt.de

Kontakt
Abteilung Ausländerbehörde
im Rechts- und Ausländeramt der Stadt Münster
Tel.: 0251/492-3636
E-Mail: auslaenderamt@stadt-muenster.de
Web: www.stadt-muenster.de/auslaenderamt/index.html

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Religiöse Feiertage
Laut BASS gehören religiöse Feiertage zu den wichtigen Gründen, aus denen eine Schulleitung
Schüler/-innen vom Unterricht und von sonstigen Schulveranstaltungen beurlauben kann, sofern
„wichtige schulische Gründe dem nicht entgegenstehen“. (BASS 2019/2020 – 12-52 Nr.1, Abs. 3).
Insbesondere an den im Serviceteil der BASS „Termine“ genannten religiösen Feiertagen ist eine
Beurlaubung möglich.
https://bass.schul-welt.de/Service/Termine#menuheader
Voraussetzung für eine Beurlaubung ist, dass sich „das Gebot der Feiertagsheiligung als verbindliche Glaubensüberzeugung und die Zugehörigkeit der Schülerin oder des Schülers zu dieser Religionsgemeinschaft“ feststellen lassen. „Soweit religiöse Feste mehrere Tage umfassen, kann eine
Beurlaubung für einen Tag ausgesprochen werden. Hierüber entscheidet die Schulleitung unter
Berücksichtigung der jeweiligen Glaubensrichtung.“ (BASS 2019/2020 – 12-52 Nr.1, Abs. 3.7)
Ein Interkultureller Kalender mit Erläuterungen zu den vielfältigen religiösen Festen, ist in verschiedenen Versionen auf der Webseite des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen verfügbar:
https://www.mkffi.nrw/interreligioeser-kalender
Hier finden Sie außerdem Informationen zur Bestellmöglichkeit des Kalenders.

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

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MusIsch-kulturelle
und politIschhistorIsche Bildung

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Integrative Bandprojekte
Was?
(Angebot)

In Münster sind „Kinderhaus rockt“ und „Hiltrup rockt“ Beispiele für außerschulische, integrative
Bandprojekte, bei denen die Westfälische Schule für Musik mit weiterführenden Schulen in Stadtteilen/ Stadtvierteln kooperiert, um überwiegend Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte
oder aus bildungsfernen Schichten zum gemeinsamen Musizieren zu motivieren und ihnen so
einen aktiven Zugang zur Musik zu verschaffen.
Zur Veranschaulichung:
„Kinderhaus rockt“ besteht aus zwei Projektlinien, aus BasicRock Kinderhaus und dem Poporchester Kinderhaus. Beide Projektlinien sind jeweils für die Dauer eines Jahres konzipiert. BasicRock
startet zum Beginn der 6. Klasse mit zwei Kennenlern-Workshops und einem Instrumentenkarussell, bei dem die Kinder die Instrumente und Gesangsunterricht kennenlernen. Sie erhalten dann
wöchentlich in einem Block von zwei Unterrichtsstunden in Kleingruppen Unterricht in Gesang,
E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Perkussion und Keyboard, sowie Bandunterricht.
Bei BasicRock werden Kinder und Jugendliche ohne Vorkenntnisse angesprochen, anschließend
können sie am Poporchester teilnehmen. Ins Poporchester aufgenommen werden auch andere
Kinder mit den notwendigen Voraussetzungen.
Im Rahmen der integrativen Bandprojekte stellt die Westfälische Schule für Musik das künstlerisch-pädagogische Personal, organisiert Leihinstrumente, ist für Instrumenten-Reparaturen
zuständig und übernimmt die Verantwortung für die rechtmäßige Durchführung der Projekte.
Die Schulen übernehmen die Aufgabe, Kennenlern-Workshops in ihren Schultag zu integrieren, bei
der Auswahl der Schüler/-innen zu helfen und vor allem in den Anfangswochen Begleitpersonal für
die Wege von der Schule zum jeweiligen Probenort zur Verfügung zu stellen.

Für wen?
(Zielgruppe)

Für eine Teilnahme an einem integrativen Band-Projekt müssen die zugrunde liegenden Förderkriterien erfüllt werden: Das Angebot soll überwiegend Kinder im Alter von 11 bis ca. 14 Jahren mit
Migrationsgeschichte oder aus bildungsfernen Schichten erreichen.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele der integrativen Bandprojekte sind:
» aktive Zugänge zur Musik zu schaffen,
» Kindern und Jugendlichen die Chance zu bieten, ihr musikalisches Potenzial zu entdecken und zu
entwickeln,
» ihr Selbstvertrauen in die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu stärken,
» Integration,
» die soziale und musikalische Identität im Stadtteil/ Stadtviertel zu fördern.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadt Münster, Westfälische Schule für Musik, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung im Rahmen von „Kultur macht stark“.

Wo und
wann?

Optimalerweise beim Kooperationspartner und direkt im Anschluss an den Unterricht.

Kosten, Verfahren,
Vorlaufzeit

Die Teilnahme an einem integrativen Bandprojekt ist für die Teilnehmenden kostenfrei.
Interessierte Schulen wenden sich an die Westfälische Schule für Musik. Damit ein hinreichender
Planung- und Vorbereitungszeitraum gewährleistet ist, sollten Schulen mindestens ein dreiviertel
Jahr vor dem intendierten Projektstart – in der Regel zum Schuljahresbeginn – Kontakt zur Westfälischen Schule für Musik aufnehmen.

Kontakt

Lars Motel
Westfälische Schule für Musik
Tel.: 0251/ 492-4415
E-Mail: Motel@stadt-muenster.de

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Trommeln mit geflüchteten
Kindern und Jugendlichen

64

Was?
(Angebot)

In den Flüchtlingseinrichtungen Warendorfer Straße und Dahlweg wird aktuell einmal wöchentlich
ein Trommelkurs für geflüchtete Kinder und Jugendliche angeboten. Es handelt sich um ein offenes
Angebot, weil die Verweildauer der Teilnehmenden in den Flüchtlingseinrichtungen nicht feststeht.
Angestrebt wird aber eine möglichst regelmäßige Teilnahme, um gemeinsam eine musikalische
Entwicklung zu erleben.
Zur Vermittlung der Rhythmen wird eine spezielle Silbensprache eingesetzt, die selbsterklärend
ist und sich im Tun vermittelt. So können Menschen mit unterschiedlichen Herkunftssprachen von
Anfang an miteinander musizieren.

Für wen?
(Zielgruppe)

Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren, die in den genannten Flüchtlingseinrichtungen
leben.

Warum?
(Ziele)

Da die Trommelkurse keine spezifischen Sprachkenntnisse voraussetzen, stellen sie ein universelles
musikalisches Einstiegsangebot dar und können ein wichtiger Baustein im Rahmen einer Integration sein.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadt Münster, Westfälische Schule für Musik, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung im Rahmen von “Kultur macht stark“.

Wo und
wann?

Flüchtlingseinrichtung Dahlweg: Mo, 18.30 – 20.00 Uhr
Flüchtlingseinrichtung Warendorfer Straße: Do, 18.30 – 20.00 Uhr

Kosten

Für die Teilnehmenden entstehen keine Kosten.
Wer Schüler/-innen aus den genannten Einrichtungen auf das Angebot aufmerksam machen und
Näheres über das Projekt erfahren möchte, wendet sich an die Westfälische Schule für Musik.

Weitere Hinweise

Das Angebot kann bei Bedarf auch als außerschulische Maßnahme in den Räumen von allgemeinbilden Schulen etc. stattfinden. Eindrücke:
https://youtu.be/Tw1SiHd7XEA & https://youtu.be/B0bLEaO2z4U

Kontakt

Lars Motel
Westfälische Schule für Musik
Tel.: 0251/ 492-4415
E-Mail: Motel@stadt-muenster.de

Münsters Vergangenheit erkunden:
Workshops zur Stadtgeschichte
Was?
(Angebot)

Das Stadtarchiv bewahrt wertvolle Dokumente zur Geschichte Münsters vom Mittelalter bis zur Gegenwart. In Workshops erforschen Gruppen unterschiedliche Stationen der Stadtgeschichte: Wer
waren die Wiedertäufer, die 1536 in Käfigen an der Lambertikirche aufgehängt wurden? Warum
fanden die berühmten Friedensverhandlungen 1648 in Münster statt? Wo haben die Weltkriege
ihre Spuren in der Stadt hinterlassen? Und – für die Teilnehmenden oftmals besonders spannend:
Worüber haben die Tageszeitungen an ihren Geburtstagen berichtet?
Methodisch abwechslungsreich können Gruppen im Archiv einzelne Phasen und Themen der Stadtgeschichte entdecken und erforschen. Nach Vorabsprachen wird das Angebot individuell an die
Bedürfnisse und Vorkenntnisse der Gruppen angepasst. Nach einer Begrüßung und einem Kennenlernen erkunden die Gäste das Archiv und seine Bestände. Dabei arbeiten sie mit originalen Quellen: Alte Urkunden, Fotos, Karten oder Zeitungen werden erschlossen und gegenseitig vorgestellt.
Aufgrund der vielfältigen methodischen Möglichkeiten eröffnen sich auch für Gruppen, die beim
Erwerb der deutschen Sprache noch zu den Anfänger/-innen gehören, interessante Zugangswege
zur münsterschen Stadtgeschichte.

Für wen?
(Zielgruppe)

Die Workshops werden individuell auf die Gruppen zugeschnitten. Das Angebot richtet sich an
Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen jeden Alters.

Warum?
(Ziele)

Auf Spurensuche in Münsters Vergangenheit treten die Teilnehmer/-innen in Austausch über ihr lebensweltliches Umfeld und über ihre eigene Vergangenheit. So sollen Anreize zum selbstständigen
Forschen und Entdecken geschaffen und Orientierung in der Geschichte geboten werden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadtarchiv Münster.

Wo?

Im Stadtarchiv Münster in der Speicherstadt, An den Speichern 8.

Wann?

Termine werden individuell vereinbart.

Kosten

Es steht eine begrenzte Anzahl an kostenfreien Angeboten für Schul- und Jugendgruppen aus
Münster zur Verfügung. Eine zeitige Terminabsprache ist zu empfehlen.

Anmeldeverfahren

Terminvereinbarungen erfolgen telefonisch oder per E-Mail.

Kontakt

Dr. Philipp Erdmann
Stadtarchiv Münster
Tel: 0251/ 492-4707 oder 0251/ 492-4701
E-Mail: Erdmann@stadt-muenster.de
oder: archiv@stadt-muenster.de

65

Gemeinsam Geschichte entdecken: Ein spannender
Rundgang durch das Stadtmuseum Münster mit anschließendem Kreativprogramm
Was?
(Angebot)

Das Angebot besteht aus zwei Modulen, die beispielsweise am Vormittag und Nachmittag eines
Tages in einer Gruppe von bis zu 12 Schüler/-innen durchgeführt werden können.
Modul 1 (1 Stunde), Rundgang durch die Schausammlung:
In sprachlich angepasster und dem Alter der Kinder und Jugendlichen angemessener Weise werden
verschiedene Aspekte aus der Geschichte der Stadt Münster vermittelt.
Gemeinsam werden wir uns mit z. B. mit der Frage befassen, wie Münster entstand und sich zu
seiner heutigen Gestalt entwickelte. Im Fokus stehen besonders die Menschen der Vergangenheit:
Wie lebten sie? Welche Berufe übten sie aus? Und in welcher Beziehung steht ihr Leben zu unserem Alltag: Welche Veränderungen gab es, und was ist gleich oder ähnlich geblieben?
Der Rundgang wird als eine entdeckende Reise durch die Vergangenheit der Stadt gestaltet. So
wird bei den Kindern und Jugendlichen sowohl das Interesse als auch ein Grundverständnis für die
münstersche Geschichte geweckt und die kulturelle Auseinandersetzung mit dem neuen Heimatland erleichtert.
Modul 2 (2 Stunden), Kreativprogramm des Stadtmuseums Münster:
Hier werden ausgewählte Exponate in der Schausammlung gemeinsam angeschaut und erläutert.
Mit welchen Materialien haben die Menschen früher z. B. Farben hergestellt? Welche Bildthemen
waren ihnen wichtig? Anschließend können die Kinder und Jugendlichen die jeweiligen Kulturtechniken, wie z. B. Drucken oder Schreiben mit Gänsekielen, im Museumspädagogischen Zentrum des
Stadtmuseums ausprobieren. Auch hierbei kann interkulturelles Lernen und Verstehen wachsen,
denn die meisten der angebotenen Techniken existieren in ähnlicher Form auch in anderen Kulturkreisen. Die entstandenen Werke dürfen die Kinder und Jugendlichen mit nach Hause nehmen.

Für wen?
(Zielgruppe)

Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse mit geringen oder mittleren Deutschkenntnissen in den
Altersgruppen 10-14 Jahre und 15-18 Jahre.

Warum?
(Ziele)

Die Kinder und Jugendlichen lernen die Geschichte ihrer neuen Heimat kennen und können darauf
aufbauend vielfältige kulturelle Aspekte gesellschaftlichen Handelns besser verstehen. Darüber
hinaus hilft die vergleichende Reflexion der Geschichte und Kultur ihres Herkunftslandes ihnen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede zu verstehen. Gerade Kinder und Jugendliche, die
gerade dabei sind, Sprache und Kultur in Deutschland kennen zu lernen, zeigen zumeist eine hohe
Bereitschaft, kulturelle Codes ihrer neuen Heimat zu entschlüsseln. Sie benötigen dabei jedoch
Hilfe und Erläuterung sowie Anregung, die durch die museumspädagogisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet werden.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Stadtmuseum Münster.

Wann?

Es gibt drei feste Termine, die beim Stadtmuseum gebucht werden können, sowie flexible Termine,
die individuell mit den Schulen vereinbart werden.
Feste Termine im Schuljahr 2020/21 sind der 27., 29. und 30.04.2021.
Flexible Termine können ab dem Ende der Sommerferien 2020 für dienstags, donnerstags und
freitags vereinbart werden.

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Wo?

In den Räumlichkeiten des Stadtmuseums Münster in der Salzstraße 28.

Kosten und
Anmeldefristen

Im Schuljahr 2020/21 kann der Rundgang mit anschließendem Kreativangebot zu den festen Terminen für die Teilnehmenden kostenlos angeboten werden.
Für andere, individuell abgesprochene Termine fällt ein Unkostenbeitrag von 60 Euro pro Gruppe an.
Bitte melden Sie sich mindestens 14 Tage vor dem gewünschten Termin an.

Anmeldeverfahren

Interessierte Schulen wenden sich telefonisch oder per E-mail an das Stadtmuseum.

Kontakt

Stadtmuseum Münster
Tel.: 0251/ 492-4503.
E-Mail: Museum-Info@stadt-muenster.de

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Unterwegs im Demokratiedschungel
Was?
(Angebot)

Der Demokratiedschungel ist ein niedrigschwelliges Angebot, das Gästen den Zugang zum Geschichtsort Villa ten Hompel kreativ ermöglicht und innerhalb der Gastgruppe zu offenen Diskussionen über Zeit- und Streitfragen anregt.
Die Villa ten Hompel ist seit 1999 die NS-Erinnerungsstätte der Stadt Münster. Der Demokratiedschungel steht als gedenkstättenpädagogische Eigenkreation dafür, den einstigen „Tatort Schreibtisch“ heute zu nutzen, um Geschichte altersgerecht ins Gespräch zu bringen und den Einsatz für
Minderheitenschutz und Menschenwürde mit Meinungsfreude zu verbinden. Das geschieht im
Rahmen von moderierten Debatten über Zeitgeschichte, Zivilcourage und gesellschaftlich „heiße
Eisen“.
Sprach- und Diskussionsanreize schaffen durch Meinungsbilder aus der eigenen Peer-Group – das
funktioniert im Demokratiedschungel v.a. anhand eines engmaschigen Betreuungsschlüssels: Auf
3-5 Gäste kommt eine Begleitung.
In den Kleingruppen animieren sich die Teilnehmenden untereinander, kreativ und kritisch Position
zu beziehen.
Inhaltlich und methodisch wird der Demokratiedschungel genau auf die jeweiligen Gastgruppen
zugeschnitten. Dementsprechend ist es auch möglich, das Projekt durch interkulturelle Rundgänge
oder Workshops, ebenfalls mit dialogischem Schwerpunkt, zu erweitern, in denen auch Sprachförderung erfolgt, indem den Teilnehmenden z.B. „usefull phrases“ zum Debattieren an die Hand
gegeben werden.
Bei allem Ernst der Thematik bereitet der Demokratiedschungel allen Gruppen erfahrungsgemäß
viel Freude, weil gutes Miteinander im Umgang gestärkt wird.

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Für wen?
(Zielgruppe)

Das Projekt eignet sich für Jugend- und Erwachsenengruppen gleichermaßen. Schulklassen
und -kurse sowie Sprach- und Integrationskurse werden besonders gut erreicht.

Warum?
(Ziele)

Zentrale Ziele des Projekts sind :
»Sprach- und Diskussionsanreize zu schaffen,
»kontroverse Diskussionen auszutragen und Meinungsfreiheit als wirkliche Freiheit zu begreifen,
» zu lebendiger und selbstreflexiver Erinnerungskultur (Gedenken an Verfolgte und Opfer) einzuladen.

Von wem?
(Anbieter/-in)

Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster in Kooperation mit „Gegen Vergessen –
Für Demokratie“ e.V., einer parteiübergreifenden Vereinigung.

Wo?

In der Bildungsetage der Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, in Münster.

Wann?

Auf Termin nach individueller Absprache: Sinnvoll sind mindestens 3-4 Zeitstunden.

Kosten und
Anmeldefristen

Der Preis pro Person liegt zwischen 6 und 10 Euro inklusive Seminargetränke. Er richtet sich
je nach Zeit- und Projektzuschnitt.
Wegen der hohen Nachfrage ist es empfehlenswert, ein Jahr im Voraus die Terminabsprache
vorzunehmen.

Anmeldeverfahren

Jeweils nach den schulischen Herbstferien in NRW wird der Kalender für das neue Jahr geöffnet, so
dass telefonische Buchungen möglich sind. Die Buchung mehrerer Termine für Parallelgruppen ist
möglich. Pro Projekt sind 35 Gäste das Maximum (exklusive Leitung/Aufsicht).

Weitere Hinweise

Weil der Demokratiedschungel inhaltlich genau auf die jeweiligen Gastgruppen zugeschnitten
wird, ist das Vormelden von Besonderheiten (z.B. Inklusionserfordernisse, Konfliktlagen oder
Sprachbarrieren) wichtig. Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Auf Wunsch gibt es Vorgespräche mit den begleitenden Teams. Ausdrücklich sind auch Menschen ohne geschichtliche
Vorkenntnisse herzlich willkommen.
Gerne zugebucht werden Trainings für Zivilcourage oder ein Modul „Antisemi- was?“, aus einem
Projekt zur Prävention gegen Antisemitismus in Kooperation der Villa ten Hompel mit dem Jüdischen Museum Westfalen, Dorsten.

Kontakt

TERMINVERGABE BEI PROJEKTEN:
Barbara Schragen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Tel.: 0251/492-7101
E-Mail: tenhomp@stadt-muenster.de
Bürozeiten:
Di, Mi, Fr: 9.00 – 12.00 Uhr
Do: 9.00 – 16.00 Uhr
INHALTLICHE AUSGESTALTUNG:
Stefan Querl, Reinhardt Liesert, Gert Uetz
Geschichtsort Villa ten Hompel
Tel.: 0251/492-7107
E-Mail: demokratie.dschungel@stadt-muenster.de

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Prävention und Intervention
bei Antisemitismus,
Rassismus, Extremismus
Rassismuskritische Arbeit/ Netzwerk Rassismuskritik
Die rassismuskritische Arbeit ist ein Schwerpunkt im Aufgabenspektrum des
Kommunalen Integrationszentrums Münster (KI). Die rassismuskritische
Arbeit deckt die strukturelle Ungleichbehandlung von Schwarzen Menschen
(Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismuserfahrungen machen) auf
und entwickelt ein öffentliches Bewusstsein mit dem Ziel, sich bewusst gegen
Rassismus zu stellen.
Ein fester und wichtiger Bestandteil der Aktivitäten sind die jährlichen „Münsteraner Wochen gegen Rassismus“, die vom Kommunalen Integrationszentrum koordiniert werden. Das Kommunale Integrationszentrum arbeitet dafür
mit vielen Kooperationspartner/-innen zusammen: Mit der Intention, die
Arbeit und die unterschiedlichen Kooperationen zusammenzuführen, wurde
im September 2017 das Netzwerk Rassismuskritik gegründet, das u. a. eine
dauerhafte, stabile rassismuskritische Arbeit in Münster ermöglichen, eine
kontinuierliche öffentliche und politische Debatte anregen und den Blick für
das Thema Rassismus schärfen soll.

KONTAKT
Kommunales Integrationszentrum
Münster
André Gunsthövel
Tel.: 0251/492-7085
E-Mail: Gunsthoevel@stadt-muenster.de

Das Netzwerk arbeitet an der Umsetzung des Zehn-Punkte-Aktionsplans der
Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR), in dem die Stadt
Münster seit November 2019 Mitglied ist. Dazu bietet es Workshops an, führt
Aktionen für die Auseinandersetzung der Stadtgesellschaft mit Rassismus
durch und hat eine Meldestelle für rassistische Vorfälle eingerichtet. Weitere
Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Münster unter:
www.stadt-muenster.de/zuwanderung/rassismuskritische-arbeit.html

Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster
Der Geschichtsort Villa ten Hompel ist allen Münsteraner Schulen als Bildungsort und Bildungspartner bekannt. Forschung und Vermittlung zu
Holocaust, Diktaturerfahrungen und den Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus bilden den Kern des menschenrechtsorientierten Engagements in der Villa ten Hompel.
Informationen zum laufenden Programm sowie aktuelle Meldungen finden
Sie auf der Homepage:
www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/startseite.html
Interessierte können sich das gedruckte Halbjahresprogramm auch kostenlos
nach Hause schicken lassen, indem sie es per E-Mail anfordern.

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KONTAKT:
Barbara Schragen
Geschichtsort Villa ten Hompel
Tel.: 0251/ 492-7101
E-Mail: tenhomp@stadt-muenster.de
Bürozeiten:
Di, Mi, Fr: 9.00 - 12.00 Uhr,
Do: 9.00 - 16.00 Uhr

INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus
Seit Anfang Oktober 2008 ist das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und für Demokratie im Regierungsbezirk Münster tätig. Die im Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster angesiedelte Beratungsstelle
wird durch das Programm „Demokratie Leben!“ des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie durch das Ministerium
für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert. Die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster unterstützt Schulen,
Vereine, Verbände, Behörden und Einzelpersonen bei Handlungsunsicherheiten und Informations- und Qualifizierungsbedarf im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen. Das
Beratungsangebot ist prozessorientiert und soll „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten.
Zudem arbeitet die Mobile Beratung eng vernetzt mit weiteren Beratungseinrichtungen im Themenfeld, beispielsweise mit Ausstiegsinitiativen und
Beratungsstellen für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt. Die Beratung
erfolgt vertraulich, vor Ort und kostenfrei.

KONTAKT:
Kathalena Essers,
Anna-Lena Herkenhoff,
Heiko Klare, Michael Sturm
Mobile Beratung im Regierungsbezirk
Münster (mobim)
c/o Geschichtsort Villa ten Hompel
Tel.: 0251/ 492-7109
E-Mail: kontakt@mobim.info

Weitere Informationen finden Sie auf der projekteigenen Webseite unter:
www.mobim.info

Systemberatung Extremismusprävention in der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster
Die Systemberatung Extremismusprävention in der Schulpsychologischen
Beratungsstelle der Stadt Münster berät Schulen im Kontext der Prävention
und Intervention bei gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamismus und Salafismus sowie Rechts- und Linksextremismus und
unterstützt Schulen dabei, Problemlagen rechtzeitig zu erkennen und angemessene Handlungsschritte einzuleiten.

KONTAKT
Christian Steinhoff
Schulpsychologische Beratungsstelle
Tel.: 0251/ 492-2836
Mail: SteinhoffCh@stadt-muenster.de

Handreichung „Antisemitismus an Schulen“
Gemeinsam mit den jüdischen Gemeinden Münster und Gelsenkirchen sowie
dem Geschichtsort Villa ten Hompel der Stadt Münster hat die Bezirksregierung Münster im Januar 2020 die Handreichung „Antisemitismus an Schulen“,
herausgegeben, die Handlungsempfehlungen gibt, um antisemitischen Tendenzen an Schulen im Regierungsbezirk entschieden entgegen zu treten.

KONTAKT:
Kim Keen
Bezirksregierung Münster
Tel.: 0251/ 411-4240
Mail: praevention@brms.nrw.de

Exemplare der Broschüre können telefonisch oder per E-Mail bei der Bezirksregierung bestellt oder von der Internetseite der Bezirksregierung heruntergeladen werden:
www.bezreg-muenster.de/de/schule_und_bildung/gesundheit_krisenmanagement_an_schulen/antisemitismus_an_schulen/index.html

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Stadtbücherei
interkulturell
Die Stadtbücherei Münster am Alten Steinweg bietet ein breites Spektrum an interkulturellen
Bildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und eröffnet individuelle Zugangsmöglichkeiten zu Medien und Informationen. Die wichtigsten Informationen zum Angebot und
zur Nutzung sind auf der Homepage der Stadtbücherei in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi,
Französisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Türkisch aufrufbar:
www.stadt-muenster.de/buecherei/startseite.html;
Informationen rund um die „Bücherei interkulturell“ sind in den Sprachen Arabisch, Englisch, Farsi
und Französisch verfügbar:
www.stadt-muenster.de/buecherei/buecherei-interkulturell.html.

Zum interkulturellen Medienspektrum
gehören folgende Angebote:
Ankommen in Deutschland
Eine zentrale Anlaufstelle und vielfältige Medien rund um die Förderung der interkulturellen
Kommunikation und der deutschen Sprache bietet die Stadtbücherei am Alten Steinweg in der
Eingangsetage. Das breit gefächerte Medienangebot setzt folgende Schwerpunkte:
Hintergründe
» L eben in Deutschland
» F lucht/ Einwanderung
» Religion
» Recht
Deutsch lernen
» Wörterbücher
» Sprachkurse
» l eichte Lektüre
Deutsch lehren
» i nterkulturelle Pädagogik
» L esen und Schreiben
» Sprachförderung

Deutsch als Zweitsprache
» präsentes Medienangebot, das eine
Übersicht über empfehlenswerte
Materialien zum Einsatz für den
Sprachunterricht bietet
Mit Kindern lernen
» Wörterbücher
» deutsche Sprache
» Deutschland
» Kinderalltag
» Bilderbücher, ohne Wörter oder
auch mehrsprachig
» Sprachlernspiele

Sprachlernprogramm Rosetta Stone
Mit dem interaktiven Sprachlernprogramm Rosetta Stone kann online von zu Hause am PC oder
mit einer App auf dem Smartphone Deutsch bis ca. zum Niveau B1 gelernt werden.
Aber nicht nur Deutschlernende können von Rosetta Stone profitieren: Es gibt Kurse in 30 Sprachen, die sich sowohl an Anfänger (A1) als auch an Fortgeschrittene (B 1) richten. Die Sprachenvielfalt reicht von Englisch, Französisch und Spanisch bis hin zu Arabisch und Chinesisch.

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Thementaschen zum Deutschlernen und Deutschland entdecken
Thementaschen enthalten Bücher und Medien zu unterschiedlichen Unterrichtsthemen und sind
konzipiert für Grundschulen und weiterführende Schulen bis zur 7. Klasse. Sie sind in der Kinderbücherei, im Untergeschoss der Stadtbücherei am Alten Steinweg, verfügbar. Zielgruppe der Thementaschen Deutschlernen und Deutschland entdecken sind die Grundschulen. Eine Übersicht
über alle Thementaschen, (ausleihbar für Lehrkräfte, Sozialpädagog/-innen, Erzieher/-innen) ist auf
der Homepage der Stadtbücherei zu finden:
www.stadt-muenster.de/buecherei/angebote/fuer-schulen-und-lehrkraefte/thementaschen.html

Zweisprachige Lesungen in der Kinderbücherei in Kooperation mit
dem Integrationsrat der Stadt Münster
Der Integrationsrat bietet 5-6 x jährlich in der Kinderbücherei, im Untergeschoss der Stadtbücherei am Alten Steinweg, zweisprachige Lesungen mit wechselndem Sprachangebot an. Es handelt
sich meist um Bilderbücher. Im Anschluss besteht ein Bastelangebot.

Muttersprache stärken
Fremdsprachige Romane
Auf der Kulturetage im ersten Obergeschoss sind Romane in vielen unterschiedlichen Sprachen
zu finden. Neben den verbreitetsten europäischen Sprachen gibt es ein Angebot in arabischer und
persischer Sprache.
Online-Presseportal PressReader
Die Stadtbücherei bietet den Kund/-innen Online-Zugang zu mehr als 7000 Zeitungen, Magazinen
und Zeitschriften aus aller Welt – in der Bibliothek und von zu Hause aus. Tagesaktuelle Zeitungen
und Zeitschriften aus 100 Ländern in über 60 Sprachen können online gelesen werden.

Internet
In der Q-thek im ersten Obergeschoss der Bücherei stehen 20 Internet-/Office-PCs mit der Möglichkeit zum Drucken. Weitere Plätze gibt es in den Büchereien im Aaseemarkt, in Coerde, am
Hansaplatz, in Kinderhaus und in Gievenbeck-Auenviertel. Nähere Informationen sind auf der
Homepage zu finden:
www.stadt-muenster.de/buecherei/buecherei-am-alten-steinweg/q-thek.html

Lernort Bücherei und WLAN
In der Bücherei am Alten Steinweg gibt es im Regelbetrieb zwei Gruppenlernräume, die von
Kund/-innen für maximal vier Stunden reserviert werden können. Außerdem gibt es überall im
Gebäude auch Einzelarbeitsplätze und WLAN.
Auch in den Büchereien am Aaseemarkt, in Coerde, in Kinderhaus und in Gievenbeck-Auenviertel
steht WLAN zur Verfügung.
Die Bücherei am Alten Steinweg verfügt darüber hinaus über einen städtischen Access-Point:
MS-Public. Das WLAN erreicht das Café, den Zeitungslesesaal und den Eingangsbereich der Bücherei. Für diese WLAN-Verbindung wird kein Büchereiausweis benötigt.
ANMELDEINFORMATION:
Wer die Angebote der Stadtbücherei nutzen möchte, bekommt nach Vorlage eines Identitäts- und
Adressennachweises einen Büchereiausweis. Nähere Informationen sind auf der Homepage unter
„Anmeldung“ zu finden:
www.stadt-muenster.de/buecherei/anmeldung.html
KONTAKT:
Maria Dittberner
Stadtbücherei Münster
Tel.: 0251/492-4223
Mail: dittberner@stadt-muenster.de

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Psychologische Unterstützung
Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland (neu) zugewandert sind, müssen Verlust- und möglicherweise auch Fluchterfahrungen verarbeiten. Dabei
stehen sie gleichzeitig vor der Aufgabe, sich in einer ganz neuen Umgebung
zurechtfinden zu müssen. Ihre Bildungsgänge wurden unterbrochen und müssen jetzt in einer neuen Sprache fortgeführt werden.
Nicht jede Schüchternheit, Unsicherheit oder Verhaltensabweichung ist Zeichen eines therapiebedürftigen Traumas. Für die Schulen ist es dennoch wichtig, Anzeichen, die auf Traumata, seelische Probleme und Krisen hinweisen,
zu erkennen und ernst zu nehmen. Die an Schulen lehrenden und nicht-lehrenden Pädagog/-innen bieten Sicherheit und Struktur. Sie nehmen eine
Lotsenfunktion ein im Hinblick auf außerschulische Unterstützungsangebote.
Generell gilt dabei, dass die Verantwortung für alle zu treffenden Maßnahmen
selbstverständlich bei den Erziehungsberechtigten liegt.

Schulpsycholog/-innen als feste
Ansprechpersonen für Schulen
Die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster ist allen Schulen
als zentrale Anlaufstelle, die auch bei psychischen Belastungen und Störungen
von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Ansprechpartnerin ist, bekannt.
Seit Sommer 2019 ist die Schulzuständigkeit so geregelt, dass jeder Schule
ein/eine Schulpsychologe/-psychologin als feste Ansprechperson zur Verfügung steht.
Über das Angebot der Schulpsychologischen Beratungsstelle informiert ein
Flyer in verschiedenen Sprachen (Arabisch, Englisch, Deutsch, Farsi, Kurdisch,
Paschtu und Russisch), der in Auslagen der Stadt und in der Schulpsychologischen Beratungsstelle erhältlich ist. Sie finden ihn außerdem auf der Homepage der Schulpsychologischen Beratungsstelle unter:
www.stadt-muenster.de/schulamt/schulpsychologische-beratungsstelle.html

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KONTAKT:
Schulpsychologische
Beratungsstelle
Sekretariat
Tel.: 0251/ 492-4081
E-Mail: schulpsy@stadt-muenster.de

INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Schularzt/Schulärztin
Grundsätzlich ist auch der/die für Ihre Schule zuständige Schularzt/
Schulärztin im Gesundheits- und Veterinärämt der Stadt Münster
Ansprechperson bei Gesundheitsstörungen.

KONTAKT:
Gesundheits- und Veterinäramt
Sekretariat
Tel.: 0251/ 492-5411
E-Mail: schularzt@stadt-muenster.de

Gesundheitswegweiser und Filme
zu Gesundheitsthemen
Auf der Webseite des Gesundheits- und Veterinäramts der Stadt Münster findet sich ein Link zu einem Gesundheitswegweiser für Migrant/-innen, der über
die ersten Schritte im Gesundheitsversorgungssystem informiert. Der Gesundheitswegweiser liegt in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch, Kurdisch
und Persisch vor; weitere Sprachen folgen.
www.stadt-muenster.de/gesundheit/startseite.html
Außerdem verweist das Gesundheitsamt auf mehrere leicht verständliche Filme zu verschiedenen Gesundheitsthemen, die im Rahmen eines vom Gesundheitsministeriums NRW geförderten Projekts für zugewanderte Menschen
erstellt wurden. Die Informationsfilme sind auf den Webseiten des Deutschen
Roten Kreuzes in den Sprachen Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch,
Paschtu und Sorani (Kurdisch) verfügbar. Sie können auf der mehrsprachigen
Internetseite angesehen und kostenlos herunter geladen werden:
www.drk-gesundheitsfilme.de

Sprechstunde
Eine Sprechstunde für geflüchtete Kinder und Jugendliche, deren Eltern
sowie das beteiligte Helfersystem bietet der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst der Abteilung Psychische Gesundheit im Gesundheitsamt der
Stadt Münster an. Die Sprechstunde richtet sich sowohl an unbegleitete
Minderjährige als auch an Minderjährige im Familiensystem. Es erfolgt eine
erste diagnostische Einschätzung zum Unterstützungsbedarf der Kinder und
Jugendlichen. Gemeinsam werden Empfehlungen mit Handlungsvorschlägen
erarbeitet und ggf. schulische, sozialpädagogische und/oder therapeutische
Hilfen vermittelt.

KONTAKT:
Gesundheits- und Veterinäramt
Roswitha Sterz und Jakob Burmeister
Tel.: 0251/ 492-5352
E-Mail: SterzR@stadt-muenster.de
und Burmeister@stadt-muenster.de

Sprechstunde
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie der Universität Münster bietet ebenfalls eine Spezialsprechstunde
für Flüchtlingskinder, ihre Familien und Bezugspersonen an. Bei Bedarf erfolgt
eine kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und eine auf die jeweiligen
Bedürfnisse ausgerichtete weiterführende Unterstützung und Vermittlung.
Das beinhaltet auch die Begleitung fortlaufender psychotherapeutischer
Prozesse.

KONTAKT:
Universitätsklinikum Münster
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
-psychosomatik und -psychotherapie
Sekretariat
Tel.: 02 51/ 83-53636
E-Mail: kipsych-ambulanz@ukmuenster.de

Weitere Angebote zur psychosozialen Versorgung
von Flüchtlingen
Weitere Angebote zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen
finden Sie bei Refugio Münster:
www.ggua.de/arbeitsbereiche/refugio-muenster

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Fortbildungen –
Qualifizierungen –
Schulungen
Kompetenzteam Münster
Moderator/-innen des Kompetenzteams Münster begleiten Schulen in ihren
Entwicklungsvorhaben und bieten u.a. zum Themenbereich „Interkulturelle
Schulentwicklung“ passgenaue schulinterne Fortbildungen an, z.B. im Hinblick
auf Beziehungen und Kommunikation in einer Schule der Vielfalt, Lernprozessbegleitung und individuelle Förderung in der Sprachbildung und sprachsensiblen Fachunterricht.
Neben individuell mit Schulen abgestimmten Fortbildungen bietet das Kompetenzteam Münster auch schulexterne Fortbildungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung an, zum Beispiel zum Übergangsmanagement beim Wechsel der Schulform oder zur Förderung von Leseleistungen, auch im Hinblick
auf Deutsch als Zweitsprache.

KONTAKT:
Lisa Quiter
Kompetenzteam Münster
Tel.: 0251/ 492-4055
E-Mail: quiter@stadt-muenster.de

Eine Übersicht über die aktuell angebotenen Fortbildungen des Kompetenzteams Münster finden Sie auf der Webseite des Schulamtes für die Stadt
Münster unter:
www.schulamt-muenster.de/category/kompetenzteam

Suchmaschine
Um zielgerichtet die Arbeit der Fortbildungsbeauftragten an den Schulen zu
unterstützen, können alle Fortbildungen der Kompetenzteams NRW online
eingesehen und abgerufen werden. Die Suchmaschine für Fortbildungen
umfasst auch die Angebote der Bezirksregierungen, privater und kirchlicher
Anbieter/-innen sowie Angebote von Verbänden, Universitäten und Vereinen.
Die Suchmaschine ist aufrufbar unter:
www.lehrerfortbildung.schulministerium.nrw.de/Fortbildung/Startseite

Kommunales Integrationszentrum (KI) Münster
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) Münster unterstützt und berät
Bildungseinrichtungen hinsichtlich der Konzeption und Umsetzung der
interkulturellen Schulentwicklung, der durchgängigen Sprachbildung und
der Förderung von Mehrsprachigkeit. Es werden verschiedene Programme für
Bildungseinrichtungen angeboten, die die Akteur/-innen vor Ort unterstützen.
Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert weiterhin Sprachbildungsnetzwerke für die Bereiche Grundschule/ OGS sowie Sekundarstufe I und II.
Das kommunale Integrationszentrum (KI) Münster informiert außerdem
online unter www.stadt-muenster.de/zuwanderung/fortbildungen.html über
Veranstaltungstermine von Qualifizierungen, Fachtagungen und Informationsveranstaltungen verschiedener Anbieter/-innen in Münster und Umgebung zu
unterschiedlichen migrationsspezifischen Themen. Bitte beachten Sie, dass
auf dieser Seite die Angebote lediglich angekündigt werden. Für Rückfragen
zu den Inhalten der Veranstaltungen und für die Anmeldung sind die jeweiligen, mit Kontaktdaten angegebenen Anbieter/-innen verantwortlich.

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KONTAKT:
Peninna-Isabell Knollmann
Kommunales Integrationszentrum
Münster
Tel.: 0251/ 492-7084
E-Mail: Knollmann@stadt-muenster.de
Sarah Rieke
Kommunales Integrationszentrum
Münster
Tel.: 0251/ 492-7083
E-Mail: RiekeS@stadt-muenster.de

INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster
Die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Münster bietet rund um
das Thema Zuwanderung regelmäßig interkulturelle Trainings für Schulpersonal sowie verschiedene Fortbildungen, z.B. im Hinblick auf Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrungen, an. Die Veranstaltungen bieten die Möglichkeit
zum Austausch mit Fachkolleg/-innen und zur Weiterentwicklung der Sensibilität für kulturelle Diversität. Ausführlichere Informationen zu den Angeboten
finden Sie auf der Hompage: www.schulpsychologie.muenster.de
Auch bei Interesse an einer passgenauen, schulinternen themenbezogenen
Fortbildung/ kollegialen Fallberatung können sich Kollegien oder Fachgruppen an die Schulpsychologische Beratungsstelle wenden.

KONTAKT:
Schulpsychologische
Beratungsstelle
Sekretariat
Tel.: 0251/ 492-4081
E-Mail: schulpsy@stadt-muenster.de

Deutscher Volkshochschulverband e.V. (DVV)
Unter www.vhs-lernportal.de hält der deutsche Volkshochschulverband e.V.
(DVV) ein kostenfreies digitales Lernangebot für Deutsch als Zweitsprache,
für Alphabetisierung und Grundbildung vor. Damit stellt er ein Instrument zur
Unterstützung der sprachlichen, gesellschaftlichen und beruflichen Integration von Zugewanderten zur Verfügung.
Dass Kursleiter/-innen sich kostenfrei als Kurs-Tutor/-innen oder Lernbegleiter/-innen registrieren lassen und eigene Kurse sowie ihre Lernenden online
anleiten und betreuen können, könnte auch für Lehrer/-innen sowie weiteres
Fachpersonal an Schulen interessant sein, das zugewanderte Schüler/-innen-Gruppen beim Deutschlernen digital anleiten und unterstützen will.
Der deutsche Volkshochschulverband bietet kostenlose Präsenz- oder Online-Schulungen zum Lernportal an, in deren Rahmen die Teilnehmenden eine
Einführung in die Inhalte und das didaktische Konzept, die Lernbereiche und
Übungen, den Registrierungsprozess, die Anmeldung von Lernenden sowie
in weitere Funktionen erhalten. Schulungen wie auch weitere Informationen
können bei der vhs Münster angefragt werden.

KONTAKT:
Heike Epping-Hellrung
Volkshochschule Münster
Tel.: 02 51 / 492 - 43 62
E-Mail: Epping-Hellrung@stadt-muenster.de

Personal- und Organisationsamt der Stadt Münster in
Kooperation mit der Volkshochschule Münster
Für städtisches Personal bietet das Personal- und Organisationsamt der Stadt
Münster in Kooperation mit der Volkshochschule Münster Fortbildungen,
unter anderem zum Thema Interkulturelle Kompetenz oder zum Erwerb von
Sprachen (Englisch, Arabisch) an.

KONTAKT:
Fortbildungsteam der Stadt Münster
Tel.: 0251/ 492-1199
E-Mail: fortbildung@stadt-muenster.de

Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
der Stadt Münster
Für pädagogische Fach- und Unterstützungskräfte in den Offenen Ganztagsschulen stellt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster
jährlich ein Fortbildungsprogramm zur Verfügung, das auch interkulturelle
Themenbereiche einschließt. An den Angeboten können auch Lehrkräfte
teilnehmen.

KONTAKT:
Karin Schild
Amt für Kinder, Jugendliche und
Familien
Fachdienst OGS
Tel.: 02 51 / 492 - 51 43
E-Mail: schildK@stadt-muenster.de

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INFOSEITE . . . GUT ZU WISSEN

Wenn Schüler/-innen
plötzlich fehlen
Schulen kontrollieren die regelmäßige Anwesenheit ihrer schulpflichtigen
Schüler/-innen und leiten bei unentschuldigten Versäumnissen pädagogische
Maßnahmen und ggf. Ordnungsmaßnahmen ein.
Sollten schulpflichtige Kinder und Jugendliche aufgrund einer Abschiebung
dem Unterricht fernbleiben, informiert die Ausländerbehörde die Schulleitungen sowie die Schulsozialarbeiter/-innen nach erfolgter Abschiebung. Sind die
besuchten Schulen der Ausländerbehörde nicht bekannt, kann es passieren,
dass diese über eine erfolgte Abschiebung nicht informiert sind. Sollten Schulen/Lehrkräfte vermuten, dass Schüler/-innen aufgrund einer Abschiebung
nicht mehr zum Unterricht erscheinen und sollten Schüler/-innen auch telefonisch nicht erreichbar sein, können Schulen/Lehrkräfte die Ausländerbehörde
der Stadt Münster kontaktieren.
KONTAKT:
Rechts- und Ausländeramt der Stadt Münster
Beate Kranz
Tel.: 0251 / 492-3620
Sophie Nienhaus
Tel.: 0251 / 492-3621
E-Mail: auslaenderamt@stadt-muenster.de

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Raum für eigene
Notizen

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